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Elmshorner Nachrichten

19. Oktober 2017 | 18:27 Uhr

Elmshorn : Millionen Euro für den Wasserfluss

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Altes Pumpwerk am Hafen wird durch ein Haus der Technik im Sanierungsgebiet ersetzt. Politiker einstimmig für das Vorhaben.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Nach dem Abriss der Parkpalette auf dem Südufer des Hafens Anfang des Jahres steht der Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanalisation im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen nichts mehr im Wege. Und dieser Plan der Stadtentwässerung hat es in sich: „Das Abwasserpumpwerk soll erneuert und für einen dualen Betrieb aufgerüstet werden“, berichtet Joachim Grafe, Leiter der Stadtentwässerung. Im Klartext bedeutet dies: Zukünftig wird hier nicht nur Schmutzwasser in Richtung Klärwerk gepumpt, sondern es entsteht auch eine Art Schöpfwerk, das Regenwasser aus dem Quartier sowie den Süden der Stadt sogar bei Flut in die Krückau drücken kann.

„Der neue Leitungsverlauf mit dem Pumpwerk als Schöpfwerk bringt eine wesentliche Verbesserung der Regenwasserentsorgung im Rahmenplangebiet und im Süden der Stadt“, sagt Grafe. Mit der gerade neu geschaffenen Kanal-Querung der Reichenstraße könne zum Beispiel der Bereich Ansgarstraße bis Heidmühlenweg viel effektiver vor Überflutungen der Grundstücke und Straßen geschützt werden. Bislang läuft das Regenwasser allein durch eine Rohrleitung entlang der Berliner Straße und dann bei der Brücke in die Krückau. Diese Leitung soll zwar weiter genutzt werden, doch bei Starkregen kann das Wasser auch in die neue Verbindung in den Bereich Osterfeld und Vormstegen zum Pumpwerk überlaufen. Das entlastet bei starken Regenfällen auch die „Badewanne“, die Bahnunterführung im Verlauf der Hamburger Straße.

Das gesamte Sanierungsgebiet – hier der Rahmenplan – beinhaltet ades Buttermarktes.
Das gesamte Sanierungsgebiet – hier der Rahmenplan – beinhaltet ades Buttermarktes. Foto: Amt für Stadtentwicklung/EN
 

Das neue Pumpwerk wird deutlich größer als das alte Gebäude. Deshalb wird es an die Straße Vormstegen verlegt. Am alten Standort würde das neue „Haus der Technik“ die Sichtachse Buttermarkt-Hafen stören. Am neuen Platz gegenüber dem diskutierten Standort für den Rathausneubau, könnte auch die Notstromversorgung für die das Pumpwerk und den Verwaltungsbau installiert werden.

Die Politiker sprachen sich einstimmig für den etwa 4,6 Millionen Euro teuren Plan aus, zumal ein Umleiten des Regenwassers zum vorhandenen Schöpfwerk auch kostspielig geworden wäre. „Wir sparen damit eine 1,3 Kilometer lange Leitung über Kurzenmoor, die zwei Millionen Euro kosten würde“, erläutert Thomas Beiersdorf, Planungsingenieur für das Projekt bei der Stadtentwässerung. Er weist auf noch einen Vorteil der jetzt geplanten Lösung hin: Der Hafen könnte mit dem neuen Pumpwerk und der Druckrohrleitung bei ablaufendem Wasser vom Schlick freigespült werden. Diese Möglichkeit wird derzeit aber noch bei der hydraulischen Untersuchung für die Sanierung des Nordufers geprüft. Bereits im März werden die ersten Bauarbeiten beginnen, 2020 soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein.

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