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Millimeter-Arbeit im Hafenbecken: "Klostersande" erfolgreich verlegt

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erstellt am 12.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Elmshorn | "Noch zehn Zentimeter, dann können wir losfahren." Hans Barzel gibt übers Megafon bekannt, dass es bald losgeht. Noch gute fünf Minuten, dann ist genug Wasser in der Krückau, dann werden sieben Schiffe und rund 30 Helfer daran arbeiten, die Klostersande zu verholen: Der ehemalige Kölln-Frachter soll an der Südpier um knapp 100 Meter rückwärts in Richtung Osten verlegt werden.

Am Heck zieht die Segeljacht "Anna von der Lühe", den Bug stabilisiert das Motorboot "Tante Lisa". Zwei weitere Motorboote sind längsseits festgemacht und helfen schieben. Ein Schlauchboot mit zwei Männern in Rettungswesten ist im Elmshorner Hafenbecken unterwegs, um anzupacken, wo es nötig ist. Jede der vier Landleinen der 55 Meter langen Klostersande ist mit drei Mann besetzt, die schnell zufassen können. "Wenn sie ausschwenkt, gleich mal ein bisschen anbremsen", beschreibt Jörn Thümmler seine Aufgabe bei dem Manöver.

Rund 100 Schaulustige auf beiden Hafenkanten verfolgen die Prozedur, die nach rund zehn Minuten beendet ist. Zwischen Heck der Klostersande und Hafenmauer liegen schließlich fünf Meter Wasser, aber das lässt sich nicht ändern: Die Pier macht in Höhe des Wendebeckens einen Knick. Der Bug muss zentimetergenau ausgerichtet werden, denn das ganze Manöver dient dazu, eine Startlinie fürs Drachenbootrennen beim Hafenfest in zwei Wochen zu konstruieren. Sie soll zwischen dem Bug der Klostersande und dem letzten Dalben vor dem Wendebecken verlaufen, damit die Boote 270 Meter Platz für ihr Rennen in Richtung Wedenkampbrücke haben.

"Das A und O ist das Zusammenspiel der Kräfte." Hans Barzel ist zufrieden mit dem Verlauf des Manövers. Er ist Vorsitzender des Elmshorner Segelvereins SVE und Zweiter Vorsitzender des Fördervereins, der die "Klostersande" kaufen will. Geholfen haben Mitglieder aller Elmshorner Segelvereine: SVE, WYK von der Krückaumündung und WSE.

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