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Elmshorn : Michael Prinz, Leiter des Firmenkundengeschäfts der Commerzbank in Elmshorn, geht in Ruhestand

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

„Ich werde keine Langeweile haben“ - Nachfolger wird Carsten Ebell.

Indieser Rubrik stellen wir Menschen vor, die in der Region Elmshorn leben und/oder hier berufstätig sind. Sie erlauben Einblicke in ihr Leben und sind unsere „Menschen am Montag“

Obwohl er langsam beginnt, seine Unterlagen aufzuräumen und viele Tätigkeiten ein letztes Mal macht, hat er noch kein „komisches“ oder wehmütiges Empfinden: Michael Prinz wird nach 46 Jahren als Commerzbank-Mitarbeiter am 27. Februar seinen letzten Arbeitstag haben. Gefeiert wird dies mit einem Graue-Erbsen-Essen, bei dem Professor Dr. Hans Heinrich Driftmann das Grußwort spricht. Prinz wird als Direktor und Regionalfilialleiter für das Firmenkundengeschäft der Region Elmshorn sowie Mitglied der Geschäftsleitung Gebiet Hamburg seine Berufstätigkeit als hochgeschätzter Bankprofi beenden, dessen Fachwissen sicher noch lange in kniffligen Belangen vermisst werden wird. Um so erfreulicher finden Prinz und sein 41-jähriger Nachfolger Carsten Ebell – auch er ist seit 24 Jahren dem Unternehmen treu – dass sie sich in den vergangenen Wochen fachlich austauschen und sorgfältig die Staffelübergabe vorbereiten konnten.

Michael Prinz begann als 16-Jähriger 1968 seine dreijährige Lehrzeit bei der Commerzbank in Nordhorn, seinem Heimatort. Er lernte das Handwerk von der Pike an, trug von Hand in Sparbüchern die Zinsen nach, arbeitete mit den ersten EDV-Streifenloch-Buchungsgeräten („die waren riesig und sehr laut“) und arbeitete sich über die Sachbearbeitung und Revision im Hamburger Raum bis zum Innenbetriebsleiter der Commerzbank Hamburg-Eppendorf auf.

Nach einer Spezialausbildung „Kredit“ absolvierte er ein Fernstudium zum staatlich geprüften Betriebswirt und übernahm die Leitung der Commerzbank Hamburg-Schnelsen im Privat- und Firmenkundengeschäft. Seit 1992 war er Regionalfilialleiter für das Firmenkundengeschäft an verschiedenen Bankstandorten, bis er 2003 als Regionalfilialleiter Region Norderstedt auch für Elmshorn im Firmenkundengeschäft zuständig wurde. Seit 2010 ist er Regionalfilialleiter der Region Elmshorn (nach der Übernahme der Dresdner Bank) für das Firmenkundengeschäft.

Eine steile, aber auch gradlinige Karriere, die ihn 46 Jahre beim selben Arbeitgeber verbringen ließ. Die Commerzbank habe es immer geschafft, ihm interessante Aufgaben zu übertragen, „warum also sollte ich wechseln?“, meint er heute. Sein Arbeitsbereich umfasst die Kreise Pinneberg und Steinburg sowie den Südteil des Kreises Dithmarschen. „Als Firmenkunden definieren wir Unternehmen mit mehr als 2,5 Millionen Euro Umsatz“, erzählt Michael Prinz. Nach dem Zusammenschluss mit der Dresdner Bank (2009/2010) wurden alle in der Region befindlichen Firmenkunden sowohl der Commerzbank als auch der Dresdner Bank unserer Region zugeordnet. „Meine Aufgabe bestand zunächst darin, viele Kunden und die Kunden der ehemaligen Dresdner Bank einer neuen Betreuung zuzuführen und auch bei sogenannten Doppelkunden die komplette Gesamtverbindung zu diesen Kunden zu halten. Eine schwere Arbeit, denn die Integration mit der Dresdner Bank war in jeder Hinsicht eine Herausforderung für das gesamte Team“, erzählt der 62-Jährige.

Hobby: Oströmische Geschichte

„Dies ist Michael Prinz ebenso gelungen wie auch eine deutliche Ausweitung des Geschäfts in fast allen Geschäftssparten der Folgejahre“, bestätigt Filialdirektor Jan Buchholz. „Unsere Bank ist seit mehr als 90 Jahren vor Ort vertreten“, so Buchholz. Man habe im Privat- wie im Firmenkundenbereich langjährige Betreuer und sehe Elmshorn als Standort mit Tradition. Dies wissen die Kunden zu schätzen.

Und was folgt nun? „Ich werde keine Langeweile haben“, meint der Rellinger. Schließlich wartet zu Hause Ehefrau Erika, außerdem wird er als Vater zweier erwachsener Kinder und engagierter Großvater des fast zweijährigen Matti gebraucht. In seiner Freizeit fährt er viel Rad und engagiert sich für die St. Ansgar-Stiftung (zum Erhalt der Kirchengebäude der Pfarrei) sowie für die Pfarrcaritas St. Ansgar in Hamburg-Niendorf. Dort ist er seit vielen Jahren im Vereinsvorstand und konnte bereits viel Gutes für Menschen in Notlagen bewirken.

Und wenn er dann mal zu Hause Zeit für sich haben sollte, möchte er sich intensiver mit seinen bislang etwas zu kurz gekommenen Hobbys beschäftigen: Dem Münzen- und Briefmarken sammeln sowie der Lektüre über das Oströmische Reich und der Deutschen Geschichte. „Und dann dazu eine Zigarre...“ schmunzelt er voller Vorfreude.

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erstellt am 16.Feb.2015 | 10:00 Uhr

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