Elmshorn : Mensenbetreiber stellt neues Konzept vor

Anke Bokelman-Janssen  (von links) und Wiebke Penzholz von der Stadt Elmshorn  probieren  mit Stadtradt Dirk Moritz (Mitte)   das Essen  von  den beiden Campus Catering-Geschäftsführern  Keyan Forouideh und Jürgen Kleinhans.
Anke Bokelman-Janssen (von links) und Wiebke Penzholz von der Stadt Elmshorn probieren mit Stadtradt Dirk Moritz (Mitte) das Essen von den beiden Campus Catering-Geschäftsführern Keyan Forouideh und Jürgen Kleinhans.

Der künftige Betreiber von vier Elmshorner Schulmensen will mit einem vielfältigen Angebot überzeugen. Seine Pläne stellte er jetzt vor.

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03. Juli 2014, 16:00 Uhr

elmshorn | Schulessen, das wissen sie beide, ist schon etwas ganz spezielles. Jürgen Kleinhans, Geschäftsführer von Campus Catering, dem Unternehmen aus Norderstedt, das nach den Sommerferien für das Essen an vier Elmshorner Schulen verantwortlich sein wird, und Stadtrat Dirk Moritz, denken da ähnlich: Geht es um die Versorgung an Schulen ist dies nicht nur eine Sache zwischen Angebot und Nachfrage.

„Wir können jeden Tag super Essen machen – wenn es nicht alle wollen, funktioniert es nicht“, so Kleinhans, der jetzt auf einer Informationsveranstaltung für Schüler, Eltern und Schulpersonal sein Unternehmen und sein Konzept vorstellte. Kleinhans nutzte die Veranstaltung in der Mensa der Anne–Frank-Gemeinschaftsschule aber nicht nur als Vorstellrunde, sondern sendete auch ein deutliches Signal: Wenn keiner mitzieht, wird es nichts. Nur für einen Teil der Schüler an deren Schulen seine Firma nun auftischen möchte, ist sein Angebot nicht. Er will Viele erreichen, für diese aber auch viel anbieten. Drei verschiedene Menüs gibt es pro Unterrichtstag, so dass die Schüler zwischen Rind, Huhn und Fisch, Vegetarisch und Schweinefleisch wählen können. Dazu gibt es immer Salat und Nachtisch.

Zudem werden nicht nur Hauptgerichte angeboten, sondern auch Snacks wie Wraps, Brezeln und Obst. Auch für Allergiker gibt es tägliche Angebote (Attestvorlage ist dafür zwingend notwendig).

Campus Catering wird zukünftig die Mensen an der Bismarckschule, der Elsa-Brändström-Schule, der Boje C.-Steffen-Gemeinschaftsschule und an der Erich Kästner-Gemeinschaftsschule betreiben.

Auf die Frage, warum er glaube, in Elmshorn mit seinem Essen Erfolg zu haben, wo doch erst ein anderer Caterer das Geschäft an den Schulen in der Krückaustadt aufgegeben hat, sagte Kleinhans: „Wir haben hier mit allen Beteiligten gesprochen, mit Eltern und Lehrern geredet und hatten positive Resonanz.“ Das mache ihn zuversichtlich. Außerdem sei Campus Catering ein reiner Schulcaterer. „Wir machen nichts anderes.“

Die erste positive Resonanz gab es dann auch von Elmshorner Schülern. Wraps für 1,20 und Brezeln für 60 Cent kamen gut an. Das internetbasierte Bestellsystem ermöglicht es, die Speisepläne drei bis vier Wochen im Voraus einzusehen. Bezahlt wird bargeldlos über eine aufladbare Mensakarte. Der Preis für ein Essen liegt bei vier, beziehungsweise drei Euro für Schüler durch den Ein-Euro-Zuschuss der Stadt.

Stadtrat Dirk Moritz fasste die Probleme mit dem Schulessen noch einmal zusammen: Die Bedürfnisse und Anforderungen seien gestiegen auch im Zusammenhang mit der Nachmittagsbetreuung. „Es geht aber auch darum, die Kinder zu erreichen, die nichts zu Mittag haben“, so Moritz und gab einen Auszug aus Elmshorner Realität: „Es gibt Eltern, die melden die Kinder vom Mittagessen ab, weil es wichtiger ist, die KFZ-Steuer zu zahlen.

Der bisherige Betreiber der Mensen Dussmann Service hatte im vergangenen Herbst den Vertrag mit der Stadt zum Ende des laufenden Schuljahres aufgekündigt. Mit ein Grund für die Auflösung der Kochaktivität war die geringe Zahl an Elmshorner Schülern, die täglich das Mittagsangebot nutzen. Der Vertrag zwischen Campus Catering und der Stadt Elmshorn läuft bis 2017.

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