zur Navigation springen

Polizei Elmshorn warnt : Schockanrufer ergaunern Geld und Schmuck von Neunjährigem

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Sie versuchen meist Geld von älteren Menschen zu ergaunern. In Elmshorn haben Schockanrufer jetzt einen Jungen gelinkt.

Elmshorn | Die Masche ist perfide: Am Telefon wird zumeist älteren Menschen vorgelogen, dass ein jüngerer Verwandter in der Klemme stecke und sofort Geld brauche. In Elmshorn erhielt am Donnerstag ein neunjähriger Junge einen solchen Schockanruf.

„Vielleicht haben der oder die russischsprachigen Täter ganz spontan umgeschaltet als klar war, dass nur der Sohn der Familie zu Hause war“, teilt Polizeisprecherin Sandra Mohr mit. Der Anrufer gab sich als Anwalt der Mutter aus und erzählte dem Schüler, dass dessen Mutter im Krankenhaus läge. Sie habe einen Arbeitsunfall verursacht, wobei ein Kind schwer verletzt worden sei. Für die Operation des Kindes würden sofort 2000 Euro benötigt. Der Schüler glaubte die Geschichte und wurde angewiesen, „sämtliches Bargeld und Schmuck der Familie zusammenzusammeln und bereitzuhalten für den Abholer, der gleich kommen würde“, schildert Mohr das Geschehen.

Der Unbekannte stand gegen 14.50 Uhr vor der Wohnungstür des Wohnblocks im Hainholzer Damm und nahm die Wertsachen mit. Er soll zwischen 20 und 25 Jahren alt und etwa 1,78 Meter groß sein – „dem Aussehen nach südländisch“, so Mohr. Er hat eine normale Statur und trug zur Tatzeit einen Drei-Tage-Bart. Er trug komplett schwarze Kleidung, eine schwarze Umhängetasche mit blauem Schriftzug und ein Headset am Ohr. Die Polizei vermutet, dass er mit einem Taxi in den Hainholzer Damm gekommen und damit wieder weggefahren ist.

Die Ermittler suchen Zeugen, die den Abholer gesehen haben. Hinweise an die Kripo Elmshorn unter Tel. 04121-8030.

Zugleich warnen die Beamten vor dieser Betrugsmasche. Besonders häufig seien russischsprachige Menschen Opfer davon. „Freunde, Nachbarn und Bekannte sollten helfen, zu sensibilisieren, damit solchen Betrügern in Zukunft kein Glaube mehr geschenkt wird“, appelliert Sprecherin Mohr.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Feb.2014 | 15:17 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen