zur Navigation springen

Halstenbek bis Elmshorn : Bahnstrecke bekommt Lärmschutz auf vier Kilometern

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Rund 100 Millionen Euro gibt der Bund für Lärmschutz im Kreis Pinneberg aus. Baubeginn soll 2015 sein. In Halstenbek werden die ersten Wände aufgestellt.

Elmshorn/Halstenbek | Die Elmshorner und Bewohner weiterer Gemeinden im Kreis Pinneberg sollen besser vor dem Lärm der Bahn geschützt werden. Es ist deshalb vorgesehen, die Strecke Hamburg/Kiel im Stadtgebiet mit Lärmschutzwänden zu versehen. Ein Baubeginn ist für Ende 2015 geplant.

Elmshorn und der Kreis Pinneberg sind in ein 100 Millionen Euro umfassendes Programm des Bundes für den Lärmschutzbau aufgenommen worden. Dies teilte der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann während seines Antrittsbesuchs beim Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) mit.

Der Lärmschutz zwischen Holunderstraße im Süden und der Bockelpromenade im Norden soll, so Rossmann, bis 2016 stehen. Die Wand hat eine Länge von fast vier Kilometern. Die Kosten für das Projekt stehen noch nicht fest.

Insgesamt ist geplant, zwischen Halstenbek und Horst die Lärmbelastung mit dem Bau von bis zu drei Meter hohen Wänden zu mindern. Auf der Strecke zwischen Elmshorn und Hamburg fahren täglich mehr als 330 Züge an den Anwohnern vorbei – eine der am stärksten frequentierten Bahntrassen des Landes. Anfang 2015 soll der Bau in Halstenbek und Pinneberg beginnen, danach in Prisdorf fortgeführt werden. Nach bislang noch groben Schätzungen wird die etwa 2,5 Kilometer lange Schutzwand in Pinneberg 3,7 Millionen Euro kosten. Halstenbek und Prisdorf schlagen mit jeweils einer Million Euro zu Buche.

Die Anzahl der Züge wird Ende des Jahres nochmals erhöht. Dann werden Elmshorn und Hamburg im Halbstundentakt mit der Bahn verbunden sein. Damit ist dann die Grenze der Belastbarkeit der Strecke auch erreicht.

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. „Damit wurde erstmals die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen“, so Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Aktuell stehen dem Programm jährlich 100 Millionen Euro zur Verfügung.
Karte
zur Startseite

von
erstellt am 11.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen