zur Navigation springen

Verkehrsführung auf Langelohe : Meinung gegen Beleidigung - Diskussion erreicht die Politik

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kommunale Dienstleister stand die viel kritisierte Verkehrsführung mitsamt Radfahr-Schutzstreifen eigentlich gar nicht auf der Tagesordnung.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Das Thema Langelohe lässt Bürger, Politik und Verwaltung nicht los. Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kommunale Dienstleister stand die viel kritisierte Verkehrsführung mitsamt Radfahr-Schutzstreifen eigentlich gar nicht auf der Tagesordnung. Der Fahrlehrer Rigo Voß brachte sie aber bei der Bürgerfragestunde ins Gespräch. Gerade in der Lkw- und Busausbildung stelle er immer wieder fest, wie gefährlich die neue Verkehrsführung sei.

Sowohl Bürgermeister Volker Hatje als auch einige Kommunalpolitiker nutzten die Gelegenheit, ihrer Meinung zu dem Thema Luft zu machen. „Die Straßenführung mag der eine oder andere bei Facebook Blödsinn nennen“, sagte Hatje. „Aber wir richten uns mit dem Schutzstreifen nach dem politischen Willen und der Straßenverkehrsordnung.“ Bereits 1996 sei im Bund die Entscheidung getroffen worden, in ganz Deutschland Schutzstreifen zu bauen. „Das wird überall auch akzeptiert. Diese Schutzstreifen sind fast überall Standard“, sagte Hatje. „Nur hier werden deshalb Mitarbeiter der Verwaltung in den sozialen Netzwerken persönlich angegriffen.“ Damit meine er explizit nicht die Kritik des Fahrschullehrers, mit dem er sich gerne an einen Tisch setze. Aber die Schmähungen bei Facebook hätten so weit geführt, dass die Kinder der Verkehrsplaner in den Schulen deswegen gehänselt worden seien. „Das sollte nicht der Stil sein, in dem in Elmshorn Politik gemacht wird.“ Indem die Stadt den alten Radweg an Ort und Stelle gelassen habe, habe man versucht, es allen Recht zu machen. Eigentlich sei es vorgesehen, die Radwege vollständig durch die Schutzstreifen zu ersetzen.

Edgar Konetzny von der CDU-Fraktion und Jens Petersen von der FDP erklärte daraufhin, ihre Parteien sei von Anfang an gegen die Schutzstreifen gewesen. Man müsse den Bürgerwillen, der in den sozialen Netzwerken geäußert wird, ernst nehmen und möglicherweise nach einiger Zeit auf Langelohe nachbessern, wenn sich die Verkehrslage dort wirklich als zu gefährlich erweise. Aber, so Konetzny, „auch wir appellieren dafür, dass die hasserfüllten Kommentare in Zukunft ausbleiben.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen