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Elmshorner Nachrichten

24. Oktober 2017 | 05:04 Uhr

Elmshorn : Mehr Spielraum fürs neue Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Erfolg nach zähen Verhandlungen: Stadt kauft Eckgrundstück von Erbengemeinschaft. Idealvorstellung könnte nun umgesetzt werden.

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Das eröffnet ganz neue Perspektiven für den geplanten Rathausneubau in Elmshorn: Der Stadt ist es gelungen, die Fläche Vormstegen 13 (Eckgrundstück Schauenburgerstraße/Vormstegen) zu kaufen. „Damit ist das letzte zentrale Grundstück erworben worden und die Neubauplanungen für das Rathaus können sich auf das ganze Quartier südlich der Schauenburgerstraße erstrecken“, teilte Bürgermeister Volker Hatje erfreut mit.

Bislang ist der Neubau im Bereich der südwestlichen Ecke des Buttermarktes nur begrenzt auf das ehemalige Gelände des Eisenwarenhandels Kremer und dem jetzigen Verlauf der Schauenburgerstraße. Vorgesehen war deshalb, dass der Baukörper spitz auf die Straße Vormstegen zulaufen würde, weil das gut 2000 Quadratmeter große Grundstück daneben, auf dem heute vor allem ein Gebrauchtwagenhandel betrieben wird, bislang in privatem Besitz war. Seit vielen Monaten hat sich die Stadt bemüht, ihre Neubaufläche um dieses Eckgrundstück zu arrondieren – immer wieder vergebens. Dem Vernehmen nach waren die Preisvorstellungen des Besitzers – einer Erbengemeinschaft – zu hoch.

Jetzt ist man sich handelseinig geworden. Die Folge: Das neue Rathaus kann ein echtes Eckgebäude ohne Spitze werden und eine normale, geschlossene Seitenfront zum Vormstegen bekommen.

Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Fest steht aber: Da die Fläche im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen liegt, sind die Immobilienpreise von Gutachtern behördlich festgelegt worden. So soll Spekulationen entgegengewirkt werden. Die Spanne für Verhandlungen, sprich höhere Zahlungen, ist entsprechend gering. Das Ganze wird zudem vom Landesinnenministerium überwacht und muss letztlich in Kiel genehmigt werden. Auch das ist geschehen.

So sah der grobe Entwurf des Grundrisses für das Rathaus bislang aus: Spitz zulaufend, weil das südlich liegende Grundstück am Vormstegen noch in Privatbesitz war. Das allein stehende, graue Gebäude in der Mitte ist das alte Gebäude des Baustoffhandels Meyn. (Amt für Stadtentwicklung)
So sah der grobe Entwurf des Grundrisses für das Rathaus bislang aus: Spitz zulaufend, weil das südlich liegende Grundstück am Vormstegen noch in Privatbesitz war. Das allein stehende, graue Gebäude in der Mitte ist das alte Gebäude des Baustoffhandels Meyn. (Amt für Stadtentwicklung)
 

Bei der weiteren Planung und dem vorgesehenen Architektenwettbewerb für den Rathausneubau eröffnen sich mit dem Erwerb des Grundstücks mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung und auch der Raumnutzung. Das neu erworbene Grundstück erstreckt sich auch hinter den Häusern auf der Ostseite der Straße Vormstegen und grenzt dort an das bereits städtische Grundstück von ehemals Kremer. Auf dem Gelände befindet sich noch ein seit Jahrzehnten leer stehender, kleiner Altbau einer früheren Baustoffhandlung.

Der Rahmenplan als Idealvorstellung sah schon immer eine klare Eckbebauung (als Rathaus oder mit anderer Nutzung) am Vormstegen zum Buttermarkt hin vor. Diese Idee kann jetzt umgesetzt werden. (Amt für Stadtentwicklung)
Der Rahmenplan als Idealvorstellung sah schon immer eine klare Eckbebauung (als Rathaus oder mit anderer Nutzung) am Vormstegen zum Buttermarkt hin vor. Diese Idee kann jetzt umgesetzt werden. (Amt für Stadtentwicklung)
 

Am Vormstegen bleiben zwischen Schauenburgerstraße und Osterfeld auf der Ostseite nur noch wenige Gebäude in Privatbesitz: Die ehemalige Adler-Apotheke und das angrenzende Haus sowie das rückwärtig liegende Ensemble mit großem Vorgarten, in dessen einem Gebäude der Haus- und Grundeigentümerverein Elmshorn seinen Sitz hat.

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