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Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 13:16 Uhr

Elmshorn : Mehr Besucher im Museum

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das Industriemuseum in Elmshorn gehört zu den 18 zertifizierten Museen in Schleswig-Holstein. Erfreulich: Die Zahl der Besucher ist gestiegen. Weniger erfreulich: Das Team muss sparen.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 11:55 Uhr

Elmshorn | Bärbel Böhnke, Leiterin des Elmshorner Industriemuseums, hat zurzeit keinen leichten Job. Sie muss ihre Einrichtung fit für die Zukunft machen. Inhaltlich kein Problem, das Haus an der Catharinenstraße steckt voller Sammlungen und Geschichten, die attraktiv präsentiert werden können. Sorgen bereitet das Geld. Böhnke muss sparen, um den städtischen Haushalt künftig weniger zu belasten als bisher. Erste spürbare Konsequenz war die Verringerung der Öffnungszeiten zum Jahreswechsel. Die Besucher, so Böhnke, haben sich schnell darauf eingestellt. Jetzt hofft die Chefin auf ein ebenso erfolgreiches Jahr wie 2016.

2016 feierte die Einrichtung 25. Geburtstag

Im vergangenen Jahr feierte das Museum seinen 25. Geburtstag mit einem vielfältigen Programm. Drei Sonderausstellungen waren zu sehen. Die zentrale Schau zum Jubiläum stand unter dem Motto „Schreiben – von der Klosterurkunde zum Chat“ und dokumentierte die Historie des Schreibens. „Die Resonanz auf die Ausstellung war sehr groß“, so Bärbel Böhnke.

Die Museumsleiterin ist besonders froh darüber, dass im Frühjahres des vergangenen Jahres die Modernisierung des ersten Obergeschoss abgeschlossen werden konnte. Böhnke in ihrer Bilanz: „Damit hat das Museum  ein modern gestaltetes Kernstück, das interaktiv den Wandel  Elmshorns vom Handwerksflecken zur Industriestadt zeigt“.

Im vergangenen Jahr kamen 12.242 Menschen

Die Steigerung der Besucherzahlen im vergangenen Jahr führt die Museumsleiterin vor allem auf die Modernisierung zurück. 2016 haben 12.242 Menschen das Elmshorner Industriemuseum besucht (2015: 10.473).  Die Mitarbeiter führten 139 Gruppen durch das Haus (2015:158). Besonders gefragt waren Kindergeburtstage. 119-mal feierten Jugendliche in der spannenden Museumsatmosphäre (2015:75).

Nicht nur für die Menschen in der Region sind die Sammlungen interessant. Ein Fünftel der Besucher sind Tagesgäste aus Schleswig-Holstein, weitere 20 Prozent sind in- und ausländische Touristen.

Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg honorierte die Arbeit

Ein Highlight 2016: Der Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg honorierte die Arbeit der Elmshorner. Im Dezember bekamen Bärbel Böhnke und ihr Team das Gütesiegel „Zertifiziertes Museum“ für ihr Haus. Damit gehört es zu den 18 zertifizierten Museen im Land. Lob gab es von den Experten für die „attraktive Ausstellung von überregionaler Bedeutung“, die Familienfreundlichkeit und  die interaktive Gestaltung.

Das Elmshorner Industriemuseum bekam für 2016 von der Stadt Elmshorn einen Zuschuss von 326.000 Euro. Weil die Verwaltung sparen muss, soll die Einrichtung künftig mit weniger Geld auskommen. Sparen will Bärbel Böhnke über die Öffnungszeiten. Das Industriemuseum ist wöchentlich sieben Stunden weniger geöffnet. Auch sollen Mitarbeiter im Freiwilligen Sozialen Jahr und Volontäre  im Museumsservice eingesetzt werden. Der Eintrittspreis wurde moderat auf vier Euro für Erwachsene erhöht.  Kinder bis 16 Jahren haben weiterhin freien Eintritt.

Ausstellung über Mädchen- und Jugendwelten

Neben der Zentrale an der Catharinenstraße ist das Museumsteam auch für das Konrad-Struve-Haus  der Ortsgeschichte  und den jüdischen Friedhof verantwortlich. Beide Einrichtungen stießen 2016 auf reges Interesse bei den Besuchern.

Ins neue Jahr ist das Museum am 22. Januar mit der Ausstellung „Schätze von Bauer Breckwoldt“ gestartet. Die Schau läuft bis 26. März. Bereits jetzt bereitet das Museumsteam die neue  Sonderschau vor. Am 2. April wird die  Ausstellung „Alles rosa, alles blau?! Kinderwelten gestern und heute“ eröffnet. Themen sind Mädchen- und Jungenwelten zwischen 1900 und 2000.

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