Elmshorn : Mehr als 200 Gäste beim ersten Neujahrsempfang der Volksbank

Das Vorstands-Trio: Stefan Witt (v. l.), Uwe Augustin und Horst Alsmöller begrüßten die mehr als 200 Gäste.
Das Vorstands-Trio: Stefan Witt (v. l.), Uwe Augustin und Horst Alsmöller begrüßten die mehr als 200 Gäste.

Eine Premiere mit scharfen Tönen in Elmshorn. Vorstand Stefan Witt kritisiert Abwicklungsfonds.

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17. Januar 2015, 09:00 Uhr

Elmshorn | Die Volksbank in Elmshorn darf sich über eine gelungene Premiere freuen. Zum ersten Mal hat das Geldinstitut zu einem Neujahrsempfang eingeladen – und mehr als 200 Gäste aus Wirtschaft, Politik und dem öffentlichen Leben folgten am Donnerstagabend der Einladung ins Elmshorner Dienstleistungszentrum (EDZ). Die Idee zu der Veranstaltung hat das Unternehmen von seinem neuen Partner aus Pinneberg übernommen. Die Neujahrsempfänge der Volksbank aus der Kreisstadt, mit der die Elmshorner im vergangenen Juli zur Volksbank Pinneberg-Elmshorn fusionierten, haben eine lange Tradition.

Die Vorstände Horst Alsmöller, Uwe Augustin und Stefan Witt begrüßten die Gäste. In seiner Rede ging Witt natürlich auf die erfolgreiche, aber kräftezehrende Fusion ein. Mit nun 97.000 Kunden und 43.224 Mitgliedern, verteilt auf 27 Geschäftsstellen, sei die Volksbank Pinneberg-Elmshorn ein starker und verlässlicher Partner für die Region.

Witt ließ in seiner Rede aber auch ein Thema nicht aus, dass die Volksbank erzürnt: den geplanten Abwicklungsfonds. 55 Milliarden Euro sollen Europas Geldhäuser als Lehre aus der Finanzmarktkrise in diesen Fonds, der Pleite-Banken stützen soll, einzahlen. Allein 15 Milliarden Euro sollen aus Deutschland kommen. „An sich eine gute Idee, damit wird verhindert, dass als erstes der Bürger die Zeche für riskante Finanzspielchen zahlen muss“, so Witt. Die Sache habe nur einen Haken: „Wir als Genossenschaftsbank mit konservativem Geschäftsmodell spielen nicht mit Ihrem Geld. Unser Modell basiert auf einem starken internen Sicherungssystem. Noch nie hat ein Kunde einer der genossenschaftlichen Finanzgruppe angeschlossenen Bank wegen einer Schieflage einen Verlust seiner Einlagen erlitten“, betonte das Vorstandsmitglied. Trotzdem soll auch die Volksbank Pinneberg-Elmshorn in diesen Fonds einzahlen. „Uns ärgert, dass im sprichwörtlichen Sinn die kleinen Fische ausbaden müssen, wenn die Großen erst zocken und dann ‚Kiel-oben‘ treiben“, sagt Witt.

Witt war auch wichtig, zu betonen, dass die Volksbank auch nach der Fusion das Geschäft in der Region Elmshorn stärkt. Die Aufstellung eines Geldautomaten in Klein Offenseth-Sparrieshoop und der für Anfang Februar geplante Umzug in neue Räume in Brande-Hörnerkirchen seien Beleg dafür.

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