Horst : „Mayday“-Rettung von Kameraden

Die „verletzte Person“ konnte fachgerecht aus dem Unfallauto geborgen werden.
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Die „verletzte Person“ konnte fachgerecht aus dem Unfallauto geborgen werden.

Die freiwillige Feuerwehr Horst arbeitete unter realistischen Bedingungen verschiedene Rettungsszenarien durch.

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04. Dezember 2014, 14:00 Uhr

Horst | Ende September konnte eine 16-köpfige Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Horst mit einer verstärkten Gruppe der Feuerwehr Albersdorf im dortigen Dithmarsenpark einen arbeitsreichen Ausbildungstag erleben. Gruppenführer Jörg Schönfeld, seit 21 Jahren Mitglied Horster Wehr, hatte die Idee dazu. Zusammen mit Björn Surdyk von der Wehr Albersdorf arbeitete er sieben verschiedene Szenarien aus, die den Brandschützern körperlich und taktisch einiges abverlangte. Die 26 Einsatzkräfte konnten bei den Aktionen auf drei Löschgruppenfahrzeuge zurückgreifen, die sowohl eine Ausrüstung für die Brandbekämpfung als auch für die technische Hilfeleistung an Bord hatten.

Nach der theoretischen Einweisung mit einem Vortrag über den Einsatz von speziellen Fahrzeug-Abstützungen bei Verkehrsunfällen begannen die Übungen. Zunächst galt es einen Kellerbrand im Heizungsraum bei starker Rauchentwicklung, die durch Nebelmaschinen dargestellt wurde, zu bekämpfen. Als dabei das Treppenhaus nach Einsturz nicht mehr als Rückweg zur Verfügung stand, mussten sich die Atemschutzgeräteträger einen Rettungsweg im weitläufigen Keller suchen.

Einen Küchenbrand mit zwei vermissten Personen in einem Wohnblock forderten die Kräfte danach. Teils über Steckleitern teils durchs Treppenhaus vordringend galt es, in den verqualmten Räumen Personen zu retten und die Brandbekämpfung aufzunehmen. „Und das alles in kriechender Bewegung, um wenigstens etwas Sicht zu haben“, sagte Teilnehmer Klaus Rahlf.

Horster und Albersdorfer Feuerwehrleute trafen sich zu gemeinsamen Übungen. (Foto: Rahlf)
Horster und Albersdorfer Feuerwehrleute trafen sich zu gemeinsamen Übungen. (Foto: Rahlf)
 

Die letzte Zugübung mit allen drei Fahrzeugen sollte die Feuerwehrleute besonders fordern. Realistisch vorbereitet war es die Aufgabe der Zug- und Gruppenführer, einen über zwei Wohnungen entwickelten Brand im zweiten Geschoss mit fünf eingeschlossenen Personen in den Griff zu bekommen. Etliche Atemschutztrupps, Mannschaften, die die Wasserversorgung aufbauten, Kräfte, die die Verletztenbetreuung übernahmen, die Einsatzleitung – alle waren äußerst beansprucht. Als dann noch eine „Mayday“-Meldung hinzu kam, musste der Einsatzablauf wieder neu disponiert werden. „Bei dieser Meldung liegt ein Eigenunfall eines eingesetzten Atemschutzgeräteträgers vor. Deshalb mussten die Helfer umgehend überlegen wie sie den Kameraden am schnellsten nach draußen bringen“, so Rahlf. Nachmittags waren vier Unfälle vorbereitet: Ein Pkw in Dachlage mit eingeklemmten Fahrer, zwei frontal aufgefahrene Autos mit darin befindlichen Personen, Seitenaufprall eines Fahrzeugs auf ein stabiles Hindernis mit eingeklemmten Beifahrer und ein zwischen Containern eingeklemmten Van, der geöffnet werden musste. Mithilfe von Bagger und Gabelstapler waren die Fahrzeuge so deformiert worden, dass die Retter realistische Bedingungen vorfanden. Mit Hilfe von Rettungsschere, -zylindern und -spreizern gelang es, die Personen zu befreien.

Möglich wurde der Ausbildungstag durch das Entgegenkommen der Dithmarsenpark-Eigentümer, die die Feuerwehr unterstützt hatten, realistische Übungsszenarien durchzuführen. Ein weiterer Dank gilt einigen ortsansässigen Kfz-Betrieben, die die benötigten Unfallfahrzeuge zur Verfügung stellten.

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