Elmshorn : Mathe bis in den Morgen

Corinna Grodzki (von links), Urte Jacobs und Lubica Melisova unterstützen die Schüler beim Mathe-Marathon.
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Corinna Grodzki (von links), Urte Jacobs und Lubica Melisova unterstützen die Schüler beim Mathe-Marathon.

Nachtschicht im Schulbetrieb: 180 Schüler der Elsa-Brändström-Schule nahmen an der „Langen Nacht der Mathematik“ teil

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25. November 2013, 12:00 Uhr

Normalerweise zeigt sich den Spaziergängern oder Hundebesitzern, die am Elmshorner Krückaupark regelmäßig ihre Runden ziehen, das dortige Gebäude der Elsa-Brändström-Schule (EBS) sowohl am frühen als auch am späten Abend unbeleuchtet und leblos. Das ist nicht verwunderlich, da der Schulbetrieb ja spätestens am Nachmittag dort endet. Doch am Freitagabend sah das ganz anders aus: Mehrere Klassenräume der EBS waren hell erleuchtet, und auf einen zweiten Blick sah man von außen auch zahlreiche Schüler, die an ihren Tischen saßen und offensichtlich eifrig lernten.

„Was hat denn das zu bedeuten?“ mag sich manch einer gefragt haben. Hat es eine Reform in Kiel gegeben, die Nachtschichten im Schulbetrieb vorschreibt? Oder handelte es sich um kollektives Nachsitzen? „Weder noch“, sagte Lehrerin Urte Jacobs und erklärte, dass es sich bei der ungewöhnlichen Aktivität um eine weitere Auflage der landesweit stattfindenden „Langen Nacht der Mathematik“ handelte. Das sei eine Art Wettkampf, an der diesmal insgesamt 264 Schulen mit 4516 Gruppen teilnahmen. „Die Teilnahme ist für die Schüler freiwillig“, so Jacobs. Die EBS war mit 180 Schülern in 50 Gruppen mit von der Partie.

Für die „Lange Nacht der Mathematik“ wurden diverse Blöcke gebildet, die sich mit Schülern jeweils aus der fünften bis zehnten Jahrgangsstufe sowie der Oberstufe zusammensetzten. Um sich bei diesem Gruppenwettbewerb mit Schülern anderer Schulen im norddeutschen Raum messen zu können, mussten sich die Elmshorner im Vorfeld anmelden. Die Zielsetzung lautete, möglichst schnell drei Runden mit jeweils zehn mathematischen Aufgaben zu meistern.

Der Startschuss fiel um Punkt 18 Uhr. Dann wurde der erste Aufgabenblock zum Download freigeben, und das Rechnen und Knobeln konnte beginnen. Im Nu war der Geräuschpegel im Schulgebäude gesunken, denn es war Konzentration gefordert.

Die ungewohnte Abend- beziehungsweise Nachtschicht für die beteiligten Schüler und Lehrer, die bis maximal 8 Uhr in der Frühe dauern durfte, begann. Allerdings wurden nicht alle Schüler bei dieser Aktion trotz großen Ehrgeizes zu mathematischen Nachteulen. „Die Schüler des sechsten bis neunten Jahrgangs nehmen maximal bis 23 Uhr teil. Sie können danach aber von zuhause aus weiter mitknobeln“, erklärte Lehrerin Corinna Grodzki. Welche Position die EBS unter allen beteiligten Schulen letztendlich im Ranking der „Langen Nacht der Mathematik 2013“ erzielt, wird in den kommenden Wochen ermittelt und bekannt gegeben.

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