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Buttermarkt Elmshorn : Markthalle: Das Juwel ohne Schliff

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorns Politiker beraten über die Zukunft des städtischen Gebäudes. Der Sonderausschuss wird das Haus im Mai besichtigen.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2014 | 14:00 Uhr

Elmshorn | Sie wird das Zentrum der neuen Mitte Elmshorns und den Buttermarkt später deutlicher dominieren als heute: Die unter Denkmalschutz stehende Markthalle Elmshorn. Doch wie soll das städtische Haus in Zukunft mit Leben gefüllt werden? Welche Nutzungen sind möglich und welche Investitionen nötig? Elmshorns Politiker wollen das Thema jetzt angehen.

Bereits jetzt sind sich Elmshorns Volksvertreter einig: Die Markthalle ist etwas ganz Besonderes. Der Rahmenplan für die Entwicklung des Sanierungsgebiets Krückau-Vormstegen stellt denn auch das um 1920 erbaute Backsteingebäude unter Bestandsschutz. Mehr noch: Das Haus nimmt als ein Solitär – also als ein frei stehendes, von allen Seiten sichtbares Gebäude – in der Mitte des später bis zur Berliner Straße erweiterten Buttermarktes eine herausragende städtebauliche Rolle ein. Es wurde übrigens vom Lederfabrikanten Johann Hinrich Strecker als Lagerhalle errichtete, aber als solches aufgrund des Konkurses der Firma nie als solche genutzt.

Unstrittig ist bislang, dass die Markthalle auch weiterhin eine Markthalle bleiben soll. Im Klartext: Die bei den Elmshornern und ihren Gästen beliebten Verkaufsstände im Erdgeschoss sollen erhalten bleiben. Doch was ist mit den oberen Stockwerken? Sie sind aus vielerlei Gründen nicht öffentlich nutzbar. Unter anderem fehlen Notausgänge. Doch kann und will sich die Stadt es leisten, in bester Lage etwa 800 Quadratmeter in den 2,5 Obergeschossen ungenutzt zu lassen?

„Das ist nicht wirtschaftlich“, sagte der Architekt und Stadtverordnete von Bündnis 90 / Die Grünen, Matthias Pitzer, während der jüngsten Sitzung des städtischen Sonderausschusses „Rathaus“. Die Markthalle sei „grundsolide“ und stehe im Zentrum einer Jahrhundert-Planung in Elmshorn.

Pitzer fand mit seiner Auffassung auch bei den Ausschussmitgliedern der anderen Fraktionen Gehör. „Die Markthalle aufzuwerten und zu nutzen muss im Interesse der Stadt sein“, sagte zum Beispiel Andreas Hahn von der CDU und erinnerte an die „qualitativ hohe Nutzung“, denen alte Speicher in der Stadt Stade zugeführt worden seien.

Auch Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) ist der festen Überzeugung, dass „man was daraus machen kann“. Er gab allerdings zu bedenken: „Das Gebäude und deren Nutzung muss mit der Gestaltung des Areals drumherum abgestimmt sein.“ Die Frage, mit welchem Aufwand das Gebäude zu welchen Zwecken nutzbar gemacht werden könnte, sollten die Freiraumplaner klären, die in naher Zukunft mit der Gestaltung des Buttermarkt-Areals beauftragt würden. Genaueres dazu werde im Ausschuss für Stadtentwicklung besprochen und veranlasst.

„Wir klettern das nächste Mal alle rauf“, schlug die Ausschussvorsitzende Monika Czemper (SPD) vor. Sie fand mit der Ortsbesichtigung der oberen Stockwerke die Zustimmung im Ausschuss und vertagte damit die Diskussion auf das nächste Treffen am 15. Mai.

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