Elmshorn : Markierungsarbeiten an der Hebbelstraße haben begonnen

Noch ganz frisch: Die neuen Markierungen auf der Hebbelstraße.
Noch ganz frisch: Die neuen Markierungen auf der Hebbelstraße.

Zwischen Hebbelplatz und Heidmühlenweg weist die Stadt Schutzstreifen für Radfahrer aus.

shz.de von
09. August 2018, 12:20 Uhr

Elmshorn | Es riecht noch frisch nach Farbe an der Hebbelstraße, doch im Rathaus meldeten sich schon die ersten verärgerten Bürger, die die Verwaltung über angebliche Verkehrssünder aufmerksam machen wollen. „Sie wollten schon Autos melden, die unerlaubt auf dem Schutzstreifen parken. Aber so weit sind wir noch nicht“, sagt die Elmshorner Verkehrsplanerin Ellen Unger.

Der schlechte Zustand der Radwege hatte zu der Entscheidung geführt, Schutzstreifen für Radfahrer an der Hebbelstraße auszuweisen.
Daniela Lottmann
Der schlechte Zustand der Radwege hatte zu der Entscheidung geführt, Schutzstreifen für Radfahrer an der Hebbelstraße auszuweisen.
 

Zurzeit werden zwischen Hebbelplatz und dem Kreuzungsbereich Heidmühlenweg Fahrbahnmarkierungen aufgetragen, die beidseitig einen Schutzstreifen für Radfahrer ausweisen. Am östlichen Fahrbahnrand darf nach Beendigung der Arbeiten nicht mehr geparkt werden; am westlichen Rand werden extra Parkflächen ausgewiesen. Hier dürfen Autos nun halb auf der Fahrbahn, halb auf dem ehemaligen Radweg parken. Die Markierungsarbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen. Auch entsprechende Schilder fehlen noch, so dass anderweitiges Parken noch nicht geahndet wird. „Bis Ende nächster Woche wollen wir aber fertig sein“, sagt Unger.

Weniger Parkflächen

Insgesamt werde weniger Parkfläche zur Verfügung stehen. „Dadurch, dass wir den ganzen westlichen Radweg aber freigeben, dürfte es nicht so schlimm werden“, sagt Unger. Auch die Parkfläche neben der Fahrbahn am Hebbelplatz bleibe bestehen.

Die Veränderung der Radverkehrsführung war notwendig geworden, weil sich die separaten Radwege an der Hebbelstraße in einem schlechten Zustand befinden. „Für eine Sanierung fehlt es an Geld und Kapazitäten“, sagt Unger. Die Schutzstreifen seien eine kostengünstige Lösung zu Gunsten des Radverkehrs. Die Verwaltung rechnet dafür mit Kosten von etwa 12 000 Euro. Eine Radwegsanierung hätte dagegen mit einem sechstelligen Betrag zu Buche geschlagen, erklärt Unger.

Übersichtlichkeit verbessern

Durch den Schutzstreifen soll sich auch die Übersichtlichkeit verbessern. So soll die konkrete Ausweisung einzelner Parkflächen dafür sorgen, dass an der Kreuzung Heinrich-Hauschildt-Straße die Autos nicht mehr im Bereich der Fußgängerampel parken. Auch werden in Kreuzungsbereichen rote Flächenmarkierungen eingesetzt, die die Wachsamkeit unterstützen sollen.

Fahrrad- und Schutzstreifen

Im Straßenverkehr gibt es zwei unterschiedliche Regelungen für Fahrstreifen auf der Fahrbahn, die für Radfahrer reserviert sind. Zum einen gibt es den Radfahrsteifen, der durch eine dicke, durchgezogene Linie  vom Rest der Fahrbahn abgetrennt wird. Autos dürfen auf einem Radfahrsteifen grundsätzlich nicht fahren, halten oder parken. Radfahrer richten sich, sofern keine eigenen Signale aufgestellt wurden, nach den Signalen für Autofahrer. Der Radfahrstreifen ist mit einem Fahrradpiktogramm gekennzeichnet. Das selbe Piktogramm kennzeichnet ebenfalls die andere Form der Fahrradstreifen: den Schutzstreifen. Anders als der Radfahrstreifen wird dieser allerdings durch eine unterbrochene Linie vom Rest der Fahrbahn abgetrennt. Autos dürfen auf dem Schutzstreifen nicht parken, halten ist allerdings bis zu drei Minuten erlaubt. Das Befahren der Schutzstreifen mit dem Auto ist nur in Ausnahmefällen gestattet, etwa wenn zwei Lkw sich begegnen. Radfahrer richten sich nach den Signalen für Autofahrer.

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