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„Ich liebe Euch doch alle…“ : Maria von Bismarck inszeniert Stück des Dittchenbühnen-Chefs Raimar Neufeldt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Regisseurin Maria von Bismarck inszeniert Stück des Dittchenbühnen-Chefs Raimar Neufeldt. Premiere ist am 27. Februar.

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erstellt am 24.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Elmshorn | Einen bedeutenden Abschnitt der jüngsten Zeitgeschichte hat Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt in seiner Tragikomödie „Ich liebe Euch doch alle...“ eingefangen: den Fall der Mauer in Berlin, den Sturz aber auch der ehemaligen Politgrößen des Arbeiter- und Bauernstaates, die Hoffnungen und die Ängste der Menschen in den Novembertagen 1989. Am 27. Februar feiert das Stück Premiere an der Elmshorner Hermann-Sudermann-Allee 50 – inszeniert von der bekannten Regisseurin Maria von Bismarck.

Maria von Bismarck hat sich einen Namen gemacht – als Schauspielerin durch Engagements an vielen Bühnen im deutschsprachigen Raum, als Darstellerin in vielen Film- und Fernsehproduktionen sowie als Regisseurin und Autorin. So startete sie nach ihrer Ausbildung zur Schauspielerin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Hamburg an den Kammerspielen in der Hansestadt („Lysistrata“), spielte am Residenztheater in München („Die Räuber“) oder am Landestheater Bregenz („Elektra“). Auch als Filmschauspielerin war sie erfolgreich – etwa in Bernhard Wickis „Spinnennetz“ oder in „Die Denunziantin“. Das Fernsehen machte sie bekannt durch Rollen in Serien wie „Die Guldenburgs“, „Adelheid und ihre Mörder“, „Doppelter Einsatz“, „Der Dicke“ oder „Ein Fall für zwei“. Die Regisseurin Maria von Bismarck inszenierte etwa Brechts „Dreigroschenoper“ am Schlachthof Bremen, Calderon de la Barcas „Das Leben ist ein Traum“ in Hamburg oder das Musiktheaterprojekt „Out of the Dark“ in Hannover.

Am „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ ist Maria von Bismarck eine gute Bekannte: 2006 führte sie dort zum ersten Mal Regie – im Weihnachtsmärchen „Der Spielmann und die Mäuse“, das der Journalist Werner Brorsen geschrieben hatte und aus dem die Regisseurin, so die Presse damals, „ein kleines Kunstwerk geschaffen“ habe. Es folgten zwei weitere, sehr erfolgreiche Regiearbeiten an der Dittchenbühne: 2007 Sternheims „Kassette“ und 2009 „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist.

Dieses Mal haben das „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ und damit auch Regisseurin Maria von Bismarck sich an ein höchst aktuelles Stück gewagt: „Ich liebe Euch doch alle...“ ist eine Tragikomödie über das Ende der DDR und ihrer Größen, geschrieben von Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt zum 25. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer. „Ich habe den Mauerfall in Berlin erlebt“, berichtet Neufeldt. „Das gehört zu den Erlebnissen in meinem Leben, die mich am meisten bewegt haben!“ Und spätestens seit dem stammelnden Auftritt von Stasi-Chef Erich Mielke im November 1989 vor der Volkskammer der DDR („Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen...“) trug sich Neufeldt mit dem Projekt, diese historischen Tage in ein Theaterstück zu fassen. Jetzt, gut 25 Jahre später, feiert „Ich liebe Euch doch alle...“ Premiere.

Das Stück wurde eine Komödie – oder besser: eine Tragikomödie – in zehn Bildern: Auf der Bühne gezeigt werden unterschiedliche Facetten der Novembertage von 1989: Szenen aus dem Politbüro, die Protestkundgebung auf dem Alexanderplatz, Auseinandersetzungen innerhalb einer Familie, die Situation an der Grenze, Gespräche zweier Wessis über Geschäfte im Osten und der Abschied von Wandlitz. Im Mittelpunkt stehen die DDR-Politgrößen Erich Mielke und Erich Honecker.

Premiere und Uraufführung von „Ich liebe Euch doch alle“ ist am Freitag, den 27. Februar, um 19 Uhr. Die Premierenkarte kostet 25 Euro. Es folgen weitere Vorstellungen im März, April und Mai – Ticketpreis 15 Euro: 1.3., 16 Uhr / 6.3., 20 Uhr / 7.3., 16 Uhr / 8.3., 16 Uhr / 13.3., 20 Uhr / 15.3., 16 Uhr / 29.3., 16 Uhr / 17.4., 20 Uhr / 19.4., 16 Uhr / 26.4., 16 Uhr / 8.5., 20 Uhr / 10.5., 16 Uhr. Tickets gibt es unter der Telefonnummer (04121) 89710 oder per E-Mail unter buero@dittchenbuehne.de. www.dittchenbuehne.de
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