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Elmshorner Nachrichten

20. August 2017 | 14:29 Uhr

Elmshorn : Marderhunde bedrohen das Wild

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bei ihrer Versammlung hoben die Mitglieder des Hegerings III die Gefahren durch das Raubtier hervor.

Elmshorn | Der Marderhund ist in und um Elmshorn auf dem Vormarsch – und das bereitet den örtlichen Jägern Sorgenfalten. Das wurde während der Jahreshauptversammlung des Hegerings III, der neben der Krückaustadt die Gemeinden Klein Nordende, Kölln-Reisiek, Raa-Besenbek, Seester und Seeth-Ekholt umfasst, deutlich. Im vergangenen Jahr wurden elf dieser ursprünglich in Russland zur Fellproduktion gezüchteten Tiere zur Strecke gebracht.

„Wir haben den Marderhund erstmals im Jahr 2011 in der Statistik erfasst. Davor wurde er bei den Füchsen mitgeführt“, sagte Hauke Pannen. Der Pressesprecher des Hegerings III verdeutlicht auf diese Weise, wie stark sich die Population des bis zu vier Kilogramm schweren Allesfressers entwickelt hat.

Ein Ende des Anstiegs ist nicht abzusehen, denn: „Der Marderhund hat bei uns keine natürlichen Feinde“, erklärte Pannen. Dafür jedoch stelle er eine Gefahr für den Bestand heimischer Tiere, besonders des Niederwilds, dar. Gelege von am Boden brütender Vögel wie Fasanen seien ihm ebenso als Mahlzeit willkommen wie junge Füchse. „Was er kriegt, nimmt er mit“, sagte Pannen.

Den Bestand des nachtaktiven Einwanderers zu kontrollieren oder gar einzudämmen, sei jedoch schwierig. „Ohne eine vernünftige Fangjagd mit Fallen können wir den Bestand nicht korrigieren“, sagte Pannen, der selbst im vergangenen Jahr einen Maderhund geschossen hat – nach Einbruch der Dunkelheit gegen 22 Uhr.

Der Vorsitzende Klaus-Hermann Kelting und sein Stellvertreter Hermann-Michael Schmidt (geehrt für 40 Jahre), Dirk Stoffer mit Otto-Wilhelm Schinkel (geehrt für 50 Jahre), Dirk Inselmann (Kassenwart), Hans Früchtnicht (geehrt für 50 Jahre), Christian Schadendorf (Geschäftsführender Vorstand Kreisjägerschaft), Reimer Schlüter (geehrt für 50 Jahre) und Norbert Schücking (geehrt für 50 Jahre).
Der Vorsitzende Klaus-Hermann Kelting und sein Stellvertreter Hermann-Michael Schmidt (geehrt für 40 Jahre), Dirk Stoffer mit Otto-Wilhelm Schinkel (geehrt für 50 Jahre), Dirk Inselmann (Kassenwart), Hans Früchtnicht (geehrt für 50 Jahre), Christian Schadendorf (Geschäftsführender Vorstand Kreisjägerschaft), Reimer Schlüter (geehrt für 50 Jahre) und Norbert Schücking (geehrt für 50 Jahre). Foto: Bunk
 

Die Entwicklung des Niederwildes ist aber nicht nur wegen des Marderhundes rückläufig oder schwach. Auch die Veränderungen in der Landschaft trügen dazu bei. Im vergangenen Jahr hätten sich die Jäger auf Verkehrsschwerpunkte konzentriert. Daher seien 2015 trotz steigenden Autoverkehrs nicht mehr Rehe bei Wildunfällen getötet worden als in den Vorjahren.

Während der Jahreshauptversammlung zeichnete der Vorsitzende des Hegerings III, Claus-Hermann Kelting, langjährige Jäger aus. Geehrte wurde Hermann-Michael Schmidt für 40 Jahre Mitgliedschaft. Otto-Wilhelm Schinkel, Hans Früchtnicht, Reimer Schlüter und Norbert Schücking halten dem Hegering seit 50 Jahren die Treue.

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