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„Ein Symbol der Vollkommenheit“ : „Lotosblütenfest in Ellerhoop

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Tausende Besucher kamen in das Arboretum in Ellerhoop. Die größte Freikultur erreicht den Höhepunkt ihrer Blüte.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Ellerhoop | Sie kamen mit dem Auto oder in Gruppen mit Reisebussen: Den Höhepunkt der indischen Lotosblüte bei der Norddeutschen Gartenschau im Arboretum wollte sich am Wochenende niemand entgehen lassen.

„In diesem Jahr hatten wir so einen warmen Sommer, dass die Lotosblumen besonders üppig blühen“, schwärmte Maeve Blohm vom Förderkreis Arboretum Baumpark Ellerhoop-Thiensen. Zum achten Mal lädt der gemeinnützige Verein im August zum Lotosblütenfest, bei dem sich alles um die asiatische Symbolpflanze dreht.

„Unsere Lotosblumen-Freikultur ist einmalig in Deutschland“, so Blohm. Die Pflanzenart, die in Asien als vielfältige Nahrungsquelle von großer Bedeutung ist, wird von zahlreichen Mythen umrankt. „Der Kranich und die Lotosblume ernähren sich aus dem Sumpf – aber lassen allen Schmutz an sich abperlen“, erklärt Blohm.

Die Pflanze, die früher fälschlicherweise den Seerosengewächsen zugerechnet wurde, zeichnet sich durch die Verbindung von Form, Duft, schöner Blüte und ihre Nutzbarkeit aus – auch deshalb sei die Lotosblume ein wichtiges Symbol für Reinheit, Vollkommenheit und Unbestechlichkeit.

„In China schenkt man einem korrupten Menschen eine Blüte der Lotosblume – als Zeichen dafür, dass man ihn durchschaut hat“, so Blohm. Jedes Jahr zieht es etwa 5000 Besucher aus Deutschland nach Ellerhoop, um die Schönheit der Wasserpflanze zu bestaunen. Ein besonderes Schauspiel ist dabei der „Lotos-Effekt“, der Regenwasser von der Oberfläche der großen, runden Blätter abperlen lässt.

Auf dem Gelände rund um den Arboretum-See konnten sich Besucher über die Verwendung der Pflanzenbestandteile in Medizin und Nahrungsmitteln informieren – und noch vieles mehr erleben. Am Ufer des Sees begeisterten Susann Carstens und Anja Wille mit Klangschalendarbietungen. Auch eine taiwanesische Tanzvorführung im NDR-Fernsehgarten zog viele Zuschauer an.

Wer sich am Wochenende vom durchwachsenen Wetter von einem Besuch des Arboretums abschrecken ließ, hat immer noch die Gelegenheit dazu. „Die Blüten erfreuen uns rund zwei Monate lang“, so Blohm, „und zeigen sich oft noch bis Ende September.“ Die Norddeutsche Gartenschau im Arboretum, Thiensen 4, ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

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