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Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 17:25 Uhr

Lösungen für ein Straßenproblem

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Hier haben die Leser und Leserinnen der EN das Wort / Diesmal geht es um die Jahnstraße und Hunde am Bielenberger Strand

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2016 | 15:14 Uhr

Haarsträubende Verkehrssituation



Betr. EN vom 16. März

Als Anwohner der Jahnstraße verfolge auch ich die zunehmend besorgniserregende Verkehrsentwicklung um die Friedrich-Ebert-Schule, Jahnstraße und Turnstraße. Die zeitweise haarsträubende Verkehrssituation muss dringend geändert werden. Jahnstraße und Turnstraße werden zunehmend als Umgehung der Ampelkreuzungen Flamweg/Schulstraße/ Gerberstraße sowie Wedenkamp/Gerberstraße genutzt. Zwischen April und Oktober ist an den Wochenenden zusätzlich mit starkem Motorradverkehr Richtung Kollmar zu rechnen. Hinzu kommt der starke Linienbusverkehr. Jahnstraße und Turnstraße sind straßentechnisch in einem ziemlich desolaten Zustand. Die Schäden an den beiden Straßen verschlimmern sich zusehends.

Das Durchfahren der Schlaglöcher verursacht nicht zu unterschätzende Vibrationen in den Wohngebäuden. Die Folge sind neben der Lärmbelastung für die Anwohner enstehende Bauschäden an Gebäuden. Der optische Eindruck der Jahnstraße verführt offenbar viele motorisierte Verkehrsteilnehmer, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit erheblich zu überschreiten. Selbst der Linienbus ist gefühlt oft wesentlich schneller als die erlaubten 30 kmh. Dies und die Parkplatzsituation führen dann zu den gefährlichen Situationen um die FES. Zur Lösung des Problems mache ich folgende Vorschläge:

1. Verlegung der Buslinien aus Jahn- und Turnstraße. Dies ist meiner Einschätzung nach unumgänglich und sollte bei der Neuausschreibung des Busverkehrs in Elmshorn berücksichtigt werden. Schüler und deren Eltern benutzen meiner Beobachtung nach den Linienbus nicht.

2. Schließung der Jahnstraße in Höhe der Hausnummer 13 und somit Bildung einer östlichen und westlichen Sackgasse. Diese Lösung hätte folgende Vorteile:

1. Kostengünstig, da für den Anfang lediglich Pflanzkübel aufgestellt werden müssten.

2. Die FES wäre für Fußgänger und Fahrradfahrer sicher erreichbar (es gibt Eltern, die ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule bringen).

3. Es würden evtl. einige Parkplätze durch das Aufheben der zum Teil bestehenden Park- bzw. Halteverbote geschaffen werden. Alternativ:
Schließung der Jahnstraße in Höhe Hausnummer 1 am Beginn bzw. Ende der Pflasterung am Wasserturm. Der Platz um den Wasserturm wäre dadurch aufgewertet und die Schulkinder hätten einen sicheren Schulweg.

Durch einen teilweisen Grunderwerb zwischen Tankstelle und Schützenhof könnte ich mir auch die Erstellung einer Ringstraße vorstellen, über die der Linienbus von der Gerberstraße bzw. Sandberg kommend wenden könnte und in die andere Richtung zurückfahren würde. Es würde mich freuen, wenn diese Überlegungen zur Problemlösung beitragen könnten.

Nicht die Schuld der Hunde



Betr. EN vom 8.4. und 18.4.

Na, meine Herren Milosavljevic und Burghold, das war ja mal wieder ein netter Versuch, den Hundebesitzern eins überzubraten. Wir wollen mal realistisch bleiben. Waren Sie schon mal Montagmorgen am Bielenberger Strand und haben gesehen, was unsere lieben Mitmenschen da hinterlassen vom Wochenende? Einweg-Grills, Kohletüten, Bierdosen, Plastikverpackungen vom Grillgut, kaputte Bälle, etc.

Das, meine Herren, ist für die Umwelt wesentlich schädlicher als ein Haufen Hundescheiße. Übrigens, auch Menschen verrichten in den Büschen ihre „großen Geschäfte” ,gleich mit Klopapier.

Ich laufe regelmäßig seit acht Jahren am Bielenberger Strand mit meinen Hunden, und aggressive Hunde habe ich bisher nur zwei getroffen – und die hatte der Besitzer im Griff. Aggressive Menschen trifft man öfter. Unzählige Hundebesitzer sammeln die Hundeschiete auch ein und werfen später die Tüten in den einzigen Mülleimer weit und breit. Wann der überhaupt mal geleert wird, ist auch so eine Frage.

Die Geschichte, dass ein Hund dort Kinder angegriffen hat, halte ich für gut erdacht. Ein Hund, der am Fahrrad hochspringt, attackiert nicht gleich den Radler. Es gibt in Bielenberg auch Spaziergänger, die halten Mini-Hunde und Welpen für reißende Bestien.

Nichts gegen die neue „Strandbar” am Hafen, aber Gäste,die dort Getränke oder Pommes mitnehmen, entsorgen die Flaschen nach Verzehr auch am Strand – selber gesehen. Da sollte man mal nachhaken– und nicht immer gleich die Hunde samt Besitzern verteufeln.

Wenn allerdings Hundebesitzer auf der anderen Seite im Eulenschutzgebiet ihre Hunde frei laufen lassen und auch dort den Strand runterlaufen, ist tatsächlich Einhalt geboten. Am Strand Richtung Kollmar aber ist es bisher immer sehr friedlich und freundlich zugegangen, egal, zu welcher Tages- und Jahreszeit. Dass es anders ist, sollten wir Hundebesitzer uns auch nicht von den zwei Möchtegern-Umweltschützern einreden lassen . Die, die am Bielenberger Strand Schaden anrichten, sind die, die bei sonnigem Wetter den ganzen Tag dort verbringen und ihren Müll nicht wieder mitnehmen, mit Sicherheit nicht die Hunde.

Hunde auf dem Deich und im Naturschutzgebiet anzuleinen wird für jeden verantwortungsvollen Hundebesitzer Normalität sein. Schade, dass alle verantwortungsbewussten Hundebesitzer dann wieder mal mit denen, die Anleinpflicht in besagten Gebieten für unnötig halten, in einen Topf geworfen werden.

Diese Besitzerrüpel sind meist auch die, die ihre 50- und mehr Kilo-Hunde mitten auf Gehwege schieten lassen und sich nicht angesprochen fühlen, den Haufen ihrer geliebten Hunde zu entfernen. Dass hier Handlungsbedarf besteht, sehe ich ein, aber nicht, dass eine Anleinpflicht am Strand außerhalb des Naturschutzgebietes folgen soll, wo die Hunde wirklich keinen Schaden anrichten. Hier herrscht ein friedliches Miteinander zwischen Hunden und Menschen, was ich in den vergangenen Jahren immer wieder feststellen konnte.

An dieser Stelle haben die Leser das Wort. Die hier geäußerten Ansichten müssen nicht mit denen der Redaktion übereinstimmen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe Sinn wahrend zu kürzen. Eine Pflicht zur Veröffentlichung besteht nicht.

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