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SPD-Ausstellung : "Links, dickschädelig und frei"

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"150 Jahre SPD in Elmshorn" im Industriemuseum eröffnet. Landeschef Ralf Stegner zu Gast.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 09:14 Uhr

ELMSHORN | "Volle Hütte!" freute sich SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann am Abend des 1. Mai über den Besucher ansturm zur Eröffnung der Ausstellung "150 Jahre SPD in Elmshorn" im Industriemuseum. Der Politiker konnte neben vielen Bürgern aus Elmshorn auch zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft begrüßen - Bürgermeister und Altbürgermeister, Abgeordnete und ehemalige Abgeordnete, Vertreter von Gewerkschaften und anderen Organisationen der Arbeiterbewegung, Repräsentanten von Vereinen und Verbänden aus der Krückaustadt - und natürlich auch den SPD-Kreisvorsitzenden Thomas Hölck und den schleswig-holsteinischen Landesvorsitzenden Ralf Stegner.

Rossmann betonte in seiner Eröffnungsansprache, dass viele Gäste auch zum Zustandekommen der Ausstellung beigetragen haben - mit ihrem Engagement, aber auch dadurch, dass sie historisches Material gespendet hätten. Dem Industriemuseum dankte der Ortsvorsitzende ausdrücklich für die Unterstützung bei der Umsetzung dieser historischen Rückschau, die 150 Jahre Parteigeschichte mit ihren Höhen und Tiefen zeigt und den Weg der SPD von der Klassenpartei zur heutigen Volkspartei dokumentiert. Als besonderes Ausstellungsstück hob Rossmann die Parteifahne von 1892 hervor - entstanden im Anschluss an die Verbotszeit durch die Bismarckschen Sozialistengesetze, in einem toten Ofenrohr in Hainholz über die Zeit des Faschismus gerettet und jetzt mit ihrer Aufschrift "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" immer noch ein Symbol für die Ziele der Sozialdemokraten. Rossmann zur Bedeutung der Geschichte: "Für uns bedeuteten Tradition und Geschichte nicht, die Asche zu bewahren, sondern die Flamme weiterzutragen!"

Der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Hölck unterstrich in seiner Ansprache zur Ausstellungseröffnung, dass die Erinnerung an die Gründung der SPD vor 150 Jahren und an ihre Entwicklung nicht nur für die Partei selbst wichtig sei, sondern auch für das Entstehen und Werden der Demokratie in Deutschland. Hölck: "Wer das als Wahlkampf abtut, hat die Geschichte nicht verstanden!" Hölck hob die Bildungspolitik als ein zentrales Anliegen der SPD hervor und betonte, die SPD sei von Anfang an bis heute eine Partei, der es darauf ankomme, Ungerechtigkeiten erkennen und zu bekämpfen.

Die Sozialdemokratie, so SPD-Landesvorsitzender Ralf Stegner, sei als "patriotischste Partei von allen" nie den leichtesten Weg gegangen - wenn sie Verantwortung trug, war das immer in besonders schweren Zeiten. Die Ausstellung in Elmshorn zeige Erfolge, Krisen und vor allem die Menschen, die 150 Jahre SPD ausmachten. Die Geschichte der Parteifahne etwa sei beeindruckend und nötigte Respekt ab. Mit dem Titel eines Buches des ehemaligen Abgeordneten und Mitglied des Landesvorstands Eckart Kuhlwein charakterisierte Stegner die SPD in Schleswig-Holstein als "links, dickschädelig und frei". Für die Zukunft machte der SPD-Landesvorsitzende deutlich, dass die SPD ihre Stärke aus drei Quellen gewinne - als Programmpartei, für die die Freizeit der Auseinandersetzung um den richtigen Weg von großer Bedeutung sei, als Gerechtigkeitspartei, die damit einen Gründungsauftrag weiterführe, und als Partei der fleißigen Leute, die sich ehrenamtlich für ihre Interessen und für die anderer engagieren. Stegner: "Die Ausstellung hier in Elmshorn zeigt viele Facetten dieser Geschichte und stellt ein großes Stück stolzer Geschichte dar!"

Die Ausstellung "150 Jahre SPD Elmshorn" im Industriemuseum zeigt zahlreiche Schriftstücke, Bilder und weitere interessante Exponate aus der Vergangenheit der Sozialdemokratie. Sie ist noch bis zum 23. Mai 2013 geöffnet.

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