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Eiskeller Elmshorn : Lidl plant einen Mega-Markt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadt von Konzept überrascht. Auch Bürgerinitiative will keinen Riesen-Neubau. Sondersitzung am 24. September.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2015 | 12:00 Uhr

Elmshorn | In die Debatte um den Lidl-Markt am Eiskeller kommt jetzt noch mal richtig Schwung. Nicht nur, dass die Bürgerinitiative zum Erhalt des Nahversorgers Bürgermeister Volker Hatje gestern 3172 Unterschriften von Unterstützern übergeben hat – auch das Unternehmen selbst sorgt für neuen Diskussionsstoff.

Wie Hatje mitteilte, liegt der Verwaltung seit Mittwoch ein erster konkreter Wunsch von Lidl vor. Dieser geht weit über die bislang diskutierte Markterweiterung hinaus. Statt eines Ausbaus von 800 auf 1000 Quadratmeter, will Lidl jetzt den alten Markt platt machen und einen Neubau mit 1500 Quadratmeter Verkaufsfläche errichten. „Das wäre der mit Abstand größte Lidl-Markt in Elmshorn. Aus meiner Sicht ist das nicht genehmigungsfähig“, so Hatje. Er betont aber, dass es sich um keinen formellen Antrag des Unternehmens handelt.

Selbst die Sprecher der Bürgerinitiative, Katrin Timm und Rolf Auras, wollen einen solchen Giganten nicht in ihrem Wohngebiet haben. „Ein solch riesiger Markt kommt für mich nicht in Frage. Der zieht viel zu viel Verkehr an“, sagte Auras. Der Bürgerinitiative ginge es darum, einen Nahversorger an dem Standort zu erhalten. „Das muss nicht Lidl sein“, betonte auch Timm, nachdem Hatje die ersten konkreten Pläne des Unternehmens vorgestellt hatte. Auch   die Stadt will einen Nahversorger am Eiskeller behalten. Allerdings nicht um jeden Preis. „Ich will keinen Kannibalismus unter den Supermärkten. Es gibt ein Einzelhandelskonzept. Und daran werden wir uns orientieren.“

Hatje hofft, dass das Unternehmen bis zu einer Sondersitzung  der  Politik zu dem Thema am  Donnerstag, 24. September (18 Uhr, Rathaus)  einen konkreten Antrag stellt. „Wir brauchen eine Beratungsgrundlage“, so der Bürgermeister. Grundsätzlich könnte über eine maßvolle Erweiterung verhandelt werden.  Eine Entscheidung könne aber in keinem Fall bis zur Schließung des Marktes am 15. November fallen. „Wir brauchen einfach mehr Zeit“, sagte Hatje. Mit der Kündigung des Vertrages ohne vorherige Gespräche mit der Stadt habe Lidl Politik und Verwaltung die Pistole auf die Brust gesetzt.

Wie berichtet plant Lidl, den Markt am Eiskeller am 15. November zu schließen – offiziell, weil die Stadt einer Erweiterung nicht zugestimmt hat. Hatje dazu: „Uns liegt mit Stand heute immer noch kein formeller Antrag vor, über den beraten werden könnte.“

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