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Elmshorn : Liberale wollen mehr Grün an der Ampel

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

FDP setzt Überprüfung von Ampelschaltungen in der Stadt durch. Aufruf zur Bürgerbeteiligung.

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Die Elmshorner FDP möchte die Ampelschaltungen in der Stadt überprüfen lassen. Vor allem die Bedarfsampeln müssen nach Ansicht der Liberalen sicher und attraktiver zu benutzen sein. Für viele Bürger sei es ein Ärgernis, zu lange an einer roten Ampel warten zu müssen oder die Straßenüberquerung nicht rechtzeitig während einer Grünphase zu schaffen. „Besonders die zu kurzen Grünphasen bergen ein sehr großes Gefahrenrisiko für alle Teilnehmer des Straßenverkehrs“, so Pascal Mangels von der FDP-Fraktion. Die Liberalen haben deshalb für das zuständige Gremium der Selbstverwaltung, dem Ausschuss für kommunale Dienstleister, einen entsprechenden Antrag gestellt.

FDP-Vertreter haben bereits in einer ersten Bestandsaufnahme verschiedene Ampeln im Stadtgebiet ausgemacht, deren Schaltungen verbesserungswürdig sind. Dazu gehört nach Meinung der Parteimitglieder die „sehr beliebte und stark frequentierte Bedarfsampel am Wedenkamp/CCE“, die ein gern genutzter Übergang zum Hafen und zu den Parkplätzen am Nordufer und bei Hayunga darstelle. Die Kreuzung Kaltenweide/Wittenberger Straße sei ebenfalls eine Ampelanlage, bei der die Fußgänger häufig keine Chance hätten, rechtzeitig über die Fahrbahnen zu kommen. Mangels: „Es handelt sich hierbei um eine der Hauptverkehrsstraßen in Elmshorn, daher wird auch an dieser Stelle von der Fraktion ein erhöhter Bedarf für eine Umstellung gesehen.“

Den wohl größten Bedarf sieht die FDP am Kreisverkehr Langelohe, denn er sei Bestandteil eines viel genutzten Schulwegs. Unter anderem befinde sich an dieser Stelle die Querung zwischen dem Schulgebäude der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule und ihrer Außenstelle auf der anderen Seite der Straße Langelohe. Zwar hätten sich Elmshorns Politiker bereits für einen Neubau der Schule ausgesprochen, trotzdem sehe die FDP hier „unbedingt dringenden Handlungsbedarf für die heutigen Schüler“.

In einer Erklärung schreibt die Fraktion: „Da hier vor allem die Situation für die älteren Schüler unbefriedigend ist, sollten in jedem Fall die vorhandenen Möglichkeiten zur Verbesserung zeitnah vorgenommen werden. Der Weg für die Schüler muss sicherer und schneller werden, sodass eine Nutzung uneingeschränkt möglich ist.“ Besonders wird von den Liberalen beklagt, dass die Ampel am Kreisverkehr Langelohe eine sehr lange Wartezeit zwischen zwei Grünphasen hat, obwohl es sich um eine Bedarfsampel handelt.

In der Ausschusssitzung am Montagabend wurde das Thema kontrovers aufgenommen. Jürgen Kölln, Verkehrsexperte der Stadtverwaltung, lehnte eine Überprüfung aller Ampelanlagen ab. Mit Zustimmung der anderen Parteien werden auf Veranlassung der FDP jetzt aber einzelne Anlagen auf korrekte und ausreichend lange Grünphasen hin durch die Verwaltung überprüft. Kölln stellte im Ausschuss aber klar, dass auch eine kurze Grünphase ausreiche, um die Straße sicher zu kreuzen. „Entscheidend ist, dass man bei Grün die Straße betreten hat. Springt die Ampel beim Überqueren auf Rot um, darf man natürlich weitergehen“, so der Verkehrsexperte.

Die FDP Elmshorn lädt alle Elmshorner ein, weitere verbesserungswürdigen Ampelschaltungen bei der Fraktion per E-Mail unter der Adresse vorstand@fdp-elmshorn.de zu melden.

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