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Zum Abschied jede Menge Lacher : Letzte Karnevalssitzung des Carneval-Clubs Langenmoor

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Mehr als 120 Besucher feierten im „Winkel“ die letzte Karnevalssitzung des Carneval-Clubs Langenmoor (CCL).

Elmshorn | Ausgelassener und stimmungsvoller kann ein Abschied nun wirklich nicht gefeiert werden: Während der 17. und letzten Karnevalssitzung des Carneval-Clubs Langenmoor (CCL) im Elmshorner Restaurant „Zum Winkel“ wurde am vergangenen Sonnabend ausgiebig getanzt, geschunkelt, ordentlich gelästert und vor allem gelacht.

Kein Wunder, denn das Programm, das  die CCL-Mitglieder vorbereitet hatten, ließ keine Wünsche offen. Bis weit nach Mitternacht wurden in dem dortigen festlichen und bunt geschmückten großen Festsaal mitreißende Sketche und Darbietungen in unterschiedlichen Besetzungen und Szenenbildern aufgeführt. Die Auswahl der dargestellten Typen ließ dabei schon zu Beginn der jeweiligen Szene – unter anderem in einem improvisierten Postamt oder einer öffentlichen Herren-Toilette – einiges an beißendem Witz, Selbstironie und überdrehter Gesellschaftskritik erwarten – vor allem auch im Hinblick aller möglichen Lebenssituationen der Generation 60-plus, zu der auch an diesem bunten Abend der Mehrzahl der Besucher gehören mochte.

Diese zeigten sich durchweg bunt kostümiert und bewiesen damit, dass sie nicht nur in der Elmshorner Alltagswelt daheim sein können. Man entdeckte coole Cowboys, bunte Clowns, Krabbenfischer, Herrschaften aus dem Orient, Tropenforscher, Freibeuter und vieles andere mehr. Die illustre Gesellschaft unterschied sich zwar durch die Kostümierung  sehr stark voneinander, hatte aber jede Menge Spaß – vor allem bei den herzhaft sarkastischen Auftritten der CCL-Mitglieder, wie beispielsweise mit Emma, die einen rasanten Auftritt samt Hackenporsche bot und viele eindeutige Lebensweisheiten und Tipps für Ältere parat hielt – unter anderem zum Thema „Viagra“ („...bei der Wiederinbetriebnahme eines rostigen Nagels sollte man eine Tetanus-Impfung in Betracht ziehen...“).

Ebenfalls voller ironischer Komik und bissigem Witz war auch der Auftritt von Bauchredner Eugen Tagmann als Schorschi mit seiner Handpuppe „Ignaz Alzheimer“, einem giftigen Greis jenseits der 80, der offensichtlich auch trotz seines Alters noch kein bisschen abgekühlt war und sich entsprechend plump der Damenwelt gegenüber äußerte – beispielsweise, als er eine Bedienung des Hauses erblickte („Ja, jetzt erkenne ich sie auch. Hatte sie  vorher nie angezogen gesehen...“).

Doch damit nicht genug der guten Laune: Auch die mehrfache Gelegenheit zum Tanz zwischen den Darbietungen wurde vom Großteil der rund 120 Besucher ausgiebig genutzt, so dass die Stunden wie im Nu verfolgen. Ein wenig Wehmut war spürbar, als die Veranstaltung zu Ende ging. Das CCL-Team verabschiedete sich mit dem „Dankeschönlied“ und bedankte sich beim seinem treuen Publikum. Der CCL werde definitiv nicht weiter bestehen, da mehrere Mitglieder ausscheiden. Doch Eugen Tagmann hatte noch eine kleine Überraschung parat: Im nächsten Jahr – genauer gesagt am 13. Februar – werde es im „Winkel“ eine andere Veranstaltung geben, deren Besuch lohne: „Dann gibt es Graue Erbsen mit viel Spaß und einem Bewegungsprogramm.“

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erstellt am 09.Feb.2015 | 12:00 Uhr

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