zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 08:45 Uhr

Elmshorn : Lärmschutz für 260.000 Euro?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Politik ist eine neue Anlange im Bereich Papenhöhe/Hasenbusch zu teuer. Die Verwaltung soll günstigere Alternativen prüfen.

von
erstellt am 28.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Elmshorn | Die Lärmschutzwand auf Papenhöhe muss aus Sicht der Verwaltung dringend erneuert werden. Das Flächenmanagement schlägt mit Blick auf den mangelhaften Zustand der Anlage zwischen Hasenbusch und dem Zugang zur Albert-Hirsch-Straße vor, die Wand auf einer Länge von 150 Metern abzureißen und einen Ersatz zu bauen. „Nahezu die gesamte, aus einzelnen Wandelementen bestehende Lärmschutzwand ist in ihrer Stand- und Verkehrssicherheit akut gefährdet, wobei die Herbst- und Winterstürme Ende 2013 einen erheblichen Anteil zu diesem Zustand beigetragen haben“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung, die im Ausschuss für kommunale Dienstleister zur Sprache kam.

Die Politik sieht zwar auch Handlungsbedarf. Schließlich ist die 1982 errichtete Lärmschutzwand Bestandteil des Bebauungsplan und damit zwingend zu erhalten. Aber die kalkulierten Kosten von 260.000 Euro für eine neue Schutzwand sind den Kommunalpolitikern dann doch zu viel. „Wir sind verpflichtet, das zu machen. Aber das muss auch günstiger gehen. Wir müssen nach Alternativen suchen“, sagt Immo Neufeldt, Ausschussvorsitzender und Fraktionschef der Elmshorner CDU. Die Ausschussmitglieder forderten die Verwaltung auf, einen Wall als möglicherweise günstigere Variante zu prüfen.

Die Verwaltung betont, dass an der Wand bereits Sicherungsmaßnahmen ergriffen worden sind. Die aufgestellten Pfeiler hätten aber einen provisorischen und zeitlich sehr begrenzten Charakter. „Eine Reparatur ist nicht zu empfehlen, da die Schäden dafür zu groß sind. Selbst mit verhältnismäßig hohem finanziellen Aufwand ist keine dauerhafte Lösung zu erreichen“, so Petra Langefeld, Leiterin des städtischen Flächenmanagements.

Die Verwaltung plant, die vorwiegend aus Holz bestehende Lärmschutzwand im Hinblick auf die Dauerhaftigkeit durch eine witterungsbeständige, unterhaltungsarme Konstruktion zu ersetzen. Um die Erneuerung zeitnah realisieren zu können wurden bereits 15.000 Euro für die Planung für den Nachtragshaushalt dieses Jahres angemeldet. Im Zuge der Erneuerung plant die Verwaltung zudem eine Versetzung der Wand. Diese steht derzeit noch auf privatem Grund. Der Neubau soll 50 Zentimeter dichter an die Straße Papenhöhe rücken, um so auf öffentlichen Boden zu stehen. Das hätte aber die Fällung einiger Bäume zur Folge, die in unmittelbarer Nähe der Wand gewachsen sind.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen