Tierhaltung in der Stadt : Lärm, Dreck, Haftung: Diskussion über Hundewiese in Elmshorn

Für Hunde das größte: Ohne Leine spielen und toben.
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Für Hunde das größte: Ohne Leine spielen und toben.

Im Ausschuss wurde entschieden, dass eine städtische Freilauffläche nicht realisiert wird. Die Gründe sind vielfältig.

shz.de von
31. Mai 2018, 16:00 Uhr

Elmshorn | Eine eingezäunte, städtische Wiese, auf der Hunde ohne Leine toben und spielen können. Das wünschen sich wohl viele Hundebesitzer in Elmshorn. Doch auch dem jüngsten Ansinnen eines Bürgers im Ausschuss für kommunale Dienstleister erteilte Bürgermeister Volker Hatje eine klare Absage. „Die Haftung liegt bei der Stadt. Auch die Vorschriften in puncto Sauberkeit und Kontrollen sind enorm“, betonte der Verwaltungschef. „Schon am nächsten Tag muss jeder Hundekot von der Wiese entfernt worden sein“, führte Hatje ein Beispiel an. Die Stadt habe aus den genannten Gründen bisher davon Abstand genommen, eine Hundewiese auszuweisen.

Grundsätzliche Leinenpflicht

Hatje, selbst Hundebesitzer, und damit bestens vertraut mit der Problematik, schlug vor, auf privater Ebene Lösungen zu finden, beispielsweise an einen Landwirt heranzutreten, um Flächen nutzen zu können. „Grundsätzlich sind Hunde aber an der Leine zu führen“, betonte Elmshorns Bürgermeister.

Keine Hundewiese in der Stadt: Damit will sich die Politik nicht so recht anfreunden. Vor allem die Christdemokraten suchten nach Lösungen. „Vielleicht könnten die Hundebesitzer einen Verein gründen und dann eine Fläche der Stadt übernehmen“, schlug CDU-Fraktionschef Immo Neufeldt vor. Im Krückaupark könnten beispielsweise 2000 bis 3000 Quadratmeter zur Verfügung gestellt werden. Doch wieder gab es eine klare Absage von der Verwaltung. Die Stadt dürfe öffentliche Parkanlagen nicht verpachten. Auch eine Rasenfläche im Rosengarten komme nicht in Betracht, weil der ganze Rosengarten ein Park sei und Leinenzwang gelte.

Lärm könnte im dicht besiedelten Elmshorn stören

Hatje wies auch darauf hin, dass es beim Thema Hundewiese im eng besiedelten Elmshorn grundsätzlich immer Anwohner geben werde, die sich von dem Lärm belästigt fühlen werden.

Dass eine Hundewiese möglich ist, zeigt die Stadt Norderstedt. Dort war nach der Schließung des städtischen Hundeauslaufs am Moorweg 2016 eine Ersatzfläche ausgewiesen worden. Der Stadtpark Norderstedt eröffnete im Bereich des Seeparks einen neu angelegten Hundeauslauf. „Die Bedürfnislage ist auch in Elmshorn vorhanden. Es bleibt unsere Aufgabe, Lösungen zu finden“, betonte Neufeldt.

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