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Elmshorner Nachrichten

21. August 2017 | 20:14 Uhr

Elmshorn : Kurztrips in die Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Anlässlich der „Tage der Industriekultur am Wasser“ gab es ein Programm im Industriemuseum und an Bord der MS „Klostersande“.

Elmshorn | Eine aus heutiger Sicht nahezu unglaubliche Umweltbelastung ließ vor über hundert Jahren das Leben an der Krückau nahezu erlöschen. Schuld war die Lederindustrie mit ihren Abfällen und Abwassern, wie Peter Russ vom Industriemuseum Elmshorn am Sonnabend seinen Zuhörern erzählte.

Russ hatte sich an diesem Tag stilecht als Wäger verkleidet und bewies mit vielen Legenden, amüsanten Anekdoten und so manchen erschreckenden Fakten, dass Heimatgeschichte keinesfalls langweilig sein muss. Der informative und kurzweilige Rundgang durch Teile der Innenstadt bis zum Hafen fand anlässlich der „Tage der Industriekultur am Wasser“ statt, an der am Wochenende im norddeutschen Raum mehr als 120 historische Industrieanlagen und -museen teilnahmen.

Das Industriemuseum in der Catharinenstraße hatte an beiden Tagen geöffnet. Präsentiert wurde eine Ausstellung über die Industrialisierung Elmshorns. Darüber hinaus gab es eine Führung unter dem Titel „Dampfmaschine und Henkelmann“, eine Zeitreise durch diese Phase der Stadtgeschichte mit dem Schwerpunkt „Entwicklung des Hafens und des Stadtgebietes“.

Doch damit nicht genug: Noch mehr Geschichte zum Anfassen gab es an Bord der MS „Klostersande“. Das Getreideschiff hatte seine Türen beziehungsweise Luken zum ersten Mal ebenfalls anlässlich der „Tage der Industriekultur am Wasser“ für den Publikumsverkehr geöffnet – ein Angebot, das von zahlreichen Elmshornern genutzt wurde. Auch dort wurden durch die Mitglieder des Fördervereins „MS Klostersande“ Führungen durch das Schiff, das bis in den Maschinenraum begehbar war, vorgenommen. Außerdem gab es unter Deck reichlich Kaffee und Kuchen sowie die Möglichkeit, gemütlichen Klönschnack zu halten. Für Gesprächsstoff sorgten dabei anwesende Mitglieder des Modelleisenbahn-Clubs Horst/Elmshorn, die in sorgfältiger Arbeit den Elmshorner Hafen von einst samt seiner alten Hafenbahn detailreich im HO-Maßstab aufgebaut hatten.

Abgerundet wurde die regionale Geschichtsschau im ehemaligen Ladebereich der „Klostersande“ mit einer kleinen Modellschau des Elmshorner Schiffmodellbauclubs. Peter Paul Huschenbeth zeigte dort drei seiner selbstgebauten und sehr detailgetreuen Nachbildungen von Schiffen mit „Elmshorn-Bezug“: die „Klostersande“, die „Stadt Elmshorn“ und das Mehrzweck-Spezialschiff für geophysikalische Meeresforschung „Prospekta“, das 1970 im Original auf der Kremer-Werft vom Stapel lief.

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erstellt am 05.Okt.2015 | 12:35 Uhr

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