zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

23. August 2017 | 10:52 Uhr

Elmshorn : Krüger ist neue Verdi-Chefin

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bezirksdelegiertenkonferenz Pinneberg-Steinburg in Elmshorn. Grußwort von Brigitte Fronzek.

Elmshorn | Am Sonnabend fand die Bezirksdelegiertenkonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aus dem Bezirk Pinneberg-Steinburg in Elmshorn statt. Etwa fünfzig Delegierte waren ins Sportlife-Hotel gekommen, um über die Gewerkschaftspolitik in den nächsten Jahren zu diskutieren und zu beschließen.

„Alle vier Jahre findet unsere Bezirksdelegiertenkonferenz statt“, erklärte Ralf Schwittay, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Pinneberg-Steinburg, gegenüber dieser Zeitung. „Auf dieser Konferenz werden die Weichen für die politische Arbeit in den kommenden vier Jahren gestellt. Sie ist Teil des demokratischen Prozesses, an dessen Ende der Bundeskongress im nächsten Herbst steht.“

Im Geschäftsbericht, der am Anfang der Veranstaltung stand, wurde hervorgehoben, dass der Verdi-Bezirk Pinneberg-Steinburg gut dastehe – mit fast 10.000 Mitgliedern personell sogar überdurchschnittlich gut. Inhaltlich ging es während des Treffen auch um konkrete Anträge an den Bundeskongress oder an Verdi-Nord, etwa in Bezug auf Veränderungen von tarifvertraglichen Regelungen, für die sich Verdi in den nächsten Jahren einsetzen soll.

Ein Beitrag der ehemaligen Elmshorner Bürgermeisterin Brigitte Fronzek als Vertreterin der Stadt stieß bei den Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern auf sehr positive Resonanz. Die Kommunalpolitikerin beschäftigte sich unter anderem mit dem Ansehen des öffentlichen Dienstes und mit den Handlungsmöglichkeiten der Kommunen und der Kommunalpolitik. Dabei machte sie keinen Hehl daraus, dass ihrer Meinung nach viele Beschäftigte des öffentlichen Dienstes schlecht bezahlt sind; besonders die unteren Vergütungsgruppen seien unterbezahlt. Hier wünschte sie sich Verbesserungen – etwa durch eine leistungsgerechte Bezahlung. Fronzek forderte den gegenseitigen Respekt der Bediensteten und der Bürger ein – einen Respekt, den sie oftmals vermisst. Ein weiterer Kritikpunkt Fronzeks: die immer neuen Projekte im Rahmen des sogenannten Public-Private-Partnerships, die den Kommunen teuer zu stehen kommen können, wie sie anhand von anschaulichen Beispielen erläuterte.

Während der Konferenz wurde ein neuer Vorstand für den Verdi-Bezirk Pinneberg-Steinburg gewählt. Nachfolgerin des langjährigen Vorsitzenden Jürgen Utermark wurde Kristina Krüger, ihr Stellvertreter Helmut Böttger. Ebenfalls neugewählt wurden die 22 Mitglieder des Bezirksvorstandes der Gewerkschaft – elf Frauen und elf Männer.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ist eine Mitgliedsgewerkschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und hat ihren Sitz in Berlin. Sie hat rund zwei Millionen Mitglieder und ist die zweitgrößte Gewerkschaft im DGB – nach der IG Metall. Entstanden ist Verdi 2001 aus der Vereinigung von fünf Einzelgewerkschaften: der Deutsche Postgewerkschaft, der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen, der IG Medien – Druck und Papier, Publizistik und Kunst, der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr sowie der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft.
Karte
zur Startseite

von
erstellt am 15.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen