Krückau-Pegel bei 2,25 Meter

Der Krückaupark in Elmshorn stand gestern unter Wasser.
Der Krückaupark in Elmshorn stand gestern unter Wasser.

Zahlreiche Wiesen und Wege nach Dauerregen in der Region Barmstedt und in Elmshorn überflutet / Wetterumschwung erwartet

shz.de von
05. Januar 2018, 15:52 Uhr

Sturmtief „Burglind“ ist in der Nacht zu gestern mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 110 Stundenkilometern über Norddeutschland hinweggefegt. Keller liefen aufgrund des starken Regens voll Wasser, Straßen wurden überspült und Äste brachen ab. Die Feuerwehren im Kreis Pinneberg mussten insgesamt 20 Mal ausrücken. Flüsse traten über die Ufer – wie etwa die Pinnau in Pinneberg, die Krückau in Barmstedt, Kölln-Reisiek und Elmshorn und die Offenau in Groß Offenseth-Aspern und Bokholt-Hanredder.

Wenige Stunden nach Mitternacht erreichte die Krückau gestern an der A23-Brücke bei Kölln-Reisiek einen Höchststand von etwa 2,25 Meter. Zum Vergleich: Das Mittelwasser liegt an dieser Stelle bei 86 Zentimetern. Ähnliche Höchstwerte gab es in den vergangenen zehn Jahren laut schleswig-holsteinischen Umweltministerium nur vier Mal: Am 6. Oktober 2017 erreichte der Pegel 2,19 Meter, an Weihnachten 2014 waren es sogar 2,36 Meter. Damals standen Teile Barmstedts wegen des Dauerregens unter Wasser, Feuerwehr und THW mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Am 6. November 2010 wurden am A23-Pegel 2,23 Meter gemessen, wenige Monate später am 7. Februar 2011 waren es 2,19 Meter.

Teile des Krückauwanderwegs zwischen Barmstedt und Elmshorn können derzeit wegen des Hochwassers gar nicht oder nur mit Gummistiefeln genutzt werden – darunter auch Abschnitte in Barmstedt zwischen Austraße und Rantzauer See. Auch in Elmshorn standen viele Flächen unter Wasser, unter anderem der Krückaupark.

Entspannung ist aber in Sicht: Heute soll es erneut Schauer geben, laut Meteorologe Sebastian Wache von der Wetterwelt in Kiel bahnen sich für Schleswig-Holstein ab Sonnabend aber mehrere Tage mit Sonnenschein und ohne Niederschläge an. Seit Frühsommer habe es in Schleswig-Holstein kein einziges Mal drei Tage am Stück gegeben, an denen es nicht geregnet habe. Auch der Deutsche Wetterdienst sagt für die Zeit ab Sonntag deutlich besseres Wetter für Schleswig-Holstein voraus. Dazu sollen die Temperaturen sinken.

Die Prognose von Kachelmannwetter zeigt ein ähnliches Bild für die Städte Barmstedt und Elmshorn: Die Niederschläge hören auf, die Sonne kommt heraus. Die Temperaturen sollen um den Gefrierpunkt liegen.

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