Krossen Volker „weggeputzt“

Großer Andrang herrschte an allen Verkaufsständen auf dem Hof der Dittchenbühne.
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Großer Andrang herrschte an allen Verkaufsständen auf dem Hof der Dittchenbühne.

Viele Tausend Besucher beim Pfingstochsen-Schmaus der Dittchenbühne / Bürgermeister schnitt den Braten an

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09. Juni 2014, 16:51 Uhr

„Wir können nichts dafür“, meinte Dittchenbühnen-Chef Raimar Neufeldt augenzwinkernd, „aber uns wurde gesagt, dass der Name dieses Ochsens ‚Volker’ war . . .“ Und Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje – schon mit dem großen Schlachtermesser in der Hand – flachste zurück: „Das hab ich mir ja schon gedacht, dass ich hier einen mitkriege.“ Sagte es und schnitt erstmals als Stadtoberhaupt den Pfingstochsen vom Spieß an. Also: Beste Stimmung am Pfingstsonntag um 11 Uhr – und der Bürgermeister säbelte dann für den ersten Gast ein „extra schönes Stück mit krosser Kruste“ ab. Danach ging es Schlag auf Schlag weiter – bis es dann irgendwann am Nachmittag nach dem großen Pfingstochsenschmaus hieß: „Nichts geht mehr!“

Doch nicht nur Ochsenbraten mit Sauerkraut gab es Pfingsten beim „Forum Baltikum – Dittchenbühne“: Auf dem Grill schmurgelten Bratwürste, ein großes Kuchenbüffet stand bereit und auch frisch gebackene Waffeln sowie Kaffee fehlten nicht. Auch der Getränkestand war stets umlagert – kühles Bier, Brause und Wasser waren gefragt bei den zuerst schön warmen und dann eher schwülen Temperaturen.

Die vielen Tausend Gäste, die zu dem Stadtteilfest an der Hermann-Sudermann-Allee gekommen waren, konnten zudem ein interessantes Rahmenprogramm erleben: Neben dem beliebten Leierkastenspieler Erwin Krüger aus Tornesch trat der Kieler Peter Suutsche mit norddeutschen und maritimen Liedern auf, die Feuerwehrkapelle Seester sorgte für Stimmung und die Ballettmädchen des Esinger Turn- und Sportvereins begeisterten genauso wie die Tanzmädchen der Folkloregruppe „Koletschko“ das Publikum.

Das sommerliche Wetter kam auch dem Eiswagen mitten auf dem Flohmarkt zugute: Schon am Morgen bildete sich hier eine Schlange von kleinen und großen Kunden, die bis weit in den Nachmittag hinein nicht mehr abriss. Noch früher waren die ersten Verkäufer vorgefahren, die auf einen besonders guten Platz für ihren Flohmarktstand hofften: Schon gegen 6 Uhr standen sie vor dem Eingangstor zur Dittchenbühne – doch zu dieser Uhrzeit war noch kein „Offizieller“ da, sollte der Marktbeginn ja erst um 10 Uhr sein. Als dann die Helfer vom „Forum Baltikum“ eintrafen, waren die Plätze schnell verteilt und schon Stunden vor der eigentlichen Eröffnung waren auch die ersten Käufer da.

Bürgermeister Hatje hatte seine Einladung zum Anschnitt des Pfingstochsen auch dazu genutzt, Raimar Neufeldt und der gesamten Crew des „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ für ihr Engagement zu danken. „Sie haben hier ein richtiges Stadteilfest ins Leben gerufen“, lobte er und wies auch auf die zahlreichen weiteren Aktivitäten der Dittchenbühne hin sowie auf die Impulse, die von ihr ausgehen. Neufeldt hob in einer kurzen Ansprache insbesondere die vielen freiwilligen Helfer hervor: „Etwa fünfzig ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass sich alle Gäste wohlfühlen. Ohne sie könnten wir dieses Fest nicht so reibungslos über die Bühne bringen!"

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