DRK Klein Nordende : Kritik am Blutspendedienst

Der Vorsitzende des DRK Kreisverbandes Pinneberg, Wolfgang Krohn (l.), und der Schatzmeister des Kreisverbands, Bernhard Tank, besuchten die Jahreshauptversammlung. Foto: Kamin
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Der Vorsitzende des DRK Kreisverbandes Pinneberg, Wolfgang Krohn (l.), und der Schatzmeister des Kreisverbands, Bernhard Tank, besuchten die Jahreshauptversammlung. Foto: Kamin

Rückläufige Zahlen bei den Blutspendern. Ankündigungsservice des DRK-Blutspendedienstes unzuverlässig.

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05. April 2013, 09:22 Uhr

Klein Nordende | Die Tagesordnung des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuz in Klein Nordende war wie gewohnt schnell abgearbeitet. Die Vorsitzende Karin Rückert blickte kurz auf das Jahr 2012 zurück und berichtete von den Blutspendeterminen, die eine leicht rückläufige Spenderzahl aufwiesen. "518 Blutspender besuchten unsere Termine. Das sind rund 50 weniger als im Vorjahr. Von den 518 durften 488 tatsächlich spenden", so Rückert. Es gäbe verschiedene Gründe für die rückläufigen Zahlen, erläuterte die Vorsitzende. So lägen die Klein Nordender Blutspendentermine häufig in den Schulferien. Darüber hinaus böten immer mehr Gemeinden einen eigenen Blutspendetermin an.

Zudem kritisierte Rückert die Unzuverlässigkeit der Verantwortlichen des DRK-Blutspendedienstes. Die Hinweisschilder und Banner für den jeweiligen Blutspendetermin würden normalerweise etwa acht Tage vor dem eigentlichen Termin an der Bundesstraße 431, am Ortseingang Klein Nordende und am Gemeindezentrum aufgehängt. Für viele Blutspender sei dies neben dem persönlichen Anschreiben ein wichtiger Hinweis auf den Termin. Besonders im vergangenen Jahr habe dieser Ankündigungsservice nicht geklappt. "Entweder die Banner wurden gar nicht oder maximal einen Tag vor dem Blutspendetermin aufgehängt. Auch mehrfaches Anmahnen bei den Verantwortlichen hat keine Änderung gebracht", berichtete Rückert. "Das macht mich ein bisschen traurig", sagte die erste Vorsitzende.

Rückert konnte allerdings auch viel Positives berichten. Die Zusammenarbeit zwischen dem DRK und dem Klein Nordender Sozialausschuss lief auch 2012 hervorragend. Die Gymnastik für Senioren, die vom DRK angeboten wird, sei nach wie vor sehr gut besucht.

Nach Kassenbericht und der Wahl von Lotti Sieck zur Kassenprüferin standen die Grußworte auf dem Programm. Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel griff das Thema Blutspenden noch einmal auf und sagte: "Es ist traurig zu hören, dass unser DRK so zu kämpfen hat und die Unterstützung, die es braucht nicht bekommt. Ich habe schon beobachtet, dass das Banner häufig fehlt. Der Blutspendedienst müsste dies doch eigentlich in den Griff bekommen. Bei der Organisation der Blutspendetermine hier vor Ort steckt so viel ehrenamtliches Engagement, ich kann nicht verstehen, dass es den Aktiven noch schwerer gemacht wird."

Der Kreisvorsitzende des DRK, Wolfgang Krohn, blickte in seinem Grußwort auf die laufend geringer werdende Zahl von Blutspendern und sagte: "Im Vergleich zu anderen Orten hat Klein Nordende sehr viele Blutspender. Da kommt auch der Ortsverband Pinneberg nicht mehr mit." Nach dem offiziellen Teil der Versammlung, die Rückert nach einer guten Stunde schloss, nutzten die Anwesenden die Möglichkeit, die Zukunft des DRK mit Krohn weiter zu diskutieren.

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