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Feuerteufel in Klein Nordende : Kripo ermittelt wegen Brandstiftung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das abgebrannte Holzhaus in Klein Nordende wurde von den Mountainbikern der SV Lieth genutzt. Die Sportler konnten ihre Werkzeuge noch retten.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 08:00 Uhr

Ungläubig, teilweise fassungslos schauten Mountainbiker der SV Lieth am Mittwochabend zu, wie die große Hütte neben den von ihnen angelegten Hindernissen auf dem Flora-Ring in Klein Nordende ein Raub der Flammen wurde. Etwa 15 Sportler, überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene, waren auf dem Gelände, während die Freiwillige Feuerwehr mit mehreren Strahlrohren und unter schwerem Atemschutz die Flammen einzudämmen versuchte. Dafür zogen sie nach und nach – auch mit Hilfe eines Traktors – die großen Dachbleche aus dem immer noch kräftig rauchenden Haufen.

In Windeseile hatte sich unter den Dirtbikern, wie sie sich selbst gern bezeichnen, die Nachricht von dem Feuer herumgesprochen. Die Rauchsäule war von weitem zu sehen. „Einige Jungs sind gleich hingefahren und haben noch Schaufeln und Werkzeug herausgeholt“, sagte Spartenleiter Christian Merkel, der von der Polizei informiert wurde und ebenfalls zum Brandort kam.

Die Geräte lagerten in einer direkt an den brennenden Schuppen grenzenden Garage. Die Hütte selbst stand nach bisherigen Erkenntnissen der Feuerwehr leer. „Es war auch nicht unsere Hütte“, so Merkel, „aber wir hätten sie gern weiter genutzt.“ Der etwa 100 Quadratmeter große Holzbau gehörte dem Verpächter. Bei Regen hätten sich die Mountainbiker dort aber mal unterstellen dürfen.

Der materielle Schaden für die junge Sparte, die den früher als Autocross-Strecke genutzten Flora-Ring seit 2005 mit neuem Leben erfüllt, ist vergleichsweise gering. Der Ärger ist umso größer – zumal der dringende Verdacht im Raum steht, dass es sich um Brandstiftung handelt. Die Polizei ermittelt in diese Richtung. „Das ist eine Aktion, die wir verurteilen“, so Merkel.

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