Kremer-Hallen: Abriss verzögert sich weiter

Zur Zeit dient ein abgesperrter Bereich der Kremerhallen als Baustellen-Umfahrung.
Zur Zeit dient ein abgesperrter Bereich der Kremerhallen als Baustellen-Umfahrung.

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05. Juli 2018, 16:54 Uhr

Die Kremerhallen erinnern derzeit mehr an einen überdachten Fuß- und Radweg als an eine Industrieruine. Wegen der Vollsperrung eines Abschnitts der Straße Vormstegen werden die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer mitten durch den ehemaligen Sitz des großen Eisenhandels geleitet und haben durch große Bauzäune hindurch einen freien Blick auf die leergeräumten Hallen.

Eigentlich sollten die schon längst Geschichte sein. Der Abriss war als eine der ersten Aktionen im Rahmen des Stadtumbaus vorgesehen. In Zukunft soll am Standort der Kremerhallen das neue Rathaus stehen. Aber der Abriss verzögert sich immer weiter. Zuletzt hatte die Stadtverwaltung eine große, öffentlichkeitswirksame Abrissparty für den 8. September geplant. Auch daraus wird nichts, wie Bürgermeister Volker Hatje jetzt im Stadtumbau-Ausschuss bekannt gab. Das Problem: Die Stadt möchte eigentlich erst einmal nur die Hallen selbst abreißen, um die Bodenplatte als Lagerfläche für noch bevorstehende Bauarbeiten nutzen zu können. Vor einem halben Jahr hatte die Stadt den Antrag beim Innenministerium gestellt. Doch von dort heißt es erst jetzt: Einen finanziellen Zuschuss zum Abriss gibt es nur, wenn die komplette Halle abgerissen wird – samt Bodenplatte.

Voraussetzung dafür wiederum ist ein Nachweis, dass sich unter der Bodenplatte keine Schadstoffe befinden. Diese Untersuchung jedoch müsste die Stadt europaweit ausschreiben. Die Stadtverwaltung will jetzt einen Sonderfallantrag beim Land stellen – und hofft, den Abriss trotz allem getrennt durchführen zu können.

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