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Influenza : Kreis Pinneberg im Griff der Grippewelle

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

So viele Fälle wie in diesem Jahr gab es seit langem nicht im Januar im Kreis Pinneberg. Das Kreisgesundheitsamt rät zur Impfung.

Pinneberg | Es wird geniest, gehustet und gefiebert – die Grippewelle hat den Kreis Pinneberg voll erwischt. Dabei geht es um die nicht ungefährliche Influenza. 139 Fälle wurden bislang im Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg registriert. Im Januar des vergangenen Jahres waren es gerade 20 Fälle. Und die Dunkelziffer ist hoch.

„Es geht los. Von neun Abstrichen waren sieben positiv“, meldete ein Elmshorner Arzt. Das bestätigte Kreissprecher Oliver Carstens: „Die Grippewelle startet in diesem Jahr eindeutig früher.“ Warum das so sei, wüssten die Fachleute nicht. Fest steht, dass es seit mehreren Jahren im Januar nicht annähernd so viele Grippefälle gegeben hat, wie jetzt.

Von zehn Fällen 2015 auf jetzt 139

2013 waren es 18 Fälle, 2014 war es gerade ein einziger Fall. Im Jahr 2015 registrierte der Kreis im Januar zehn Fälle. Und nun die Steigerung auf 139 Fälle. Doch das dürfte nur die Spitze des Grippebergs sein. Denn nicht jeder Erkrankte geht zum Arzt. Und nicht jeder Arzt erkennt, dass sein Patient auch tatsächlich an Influenza und nicht an einem eher harmlosen grippalen Infekt erkrankt ist. „Die Dunkelziffer ist enorm hoch“, sagt ein Arzt.

Wenn allerdings ein Arzt den Verdacht hat, dass ein Patient an Influenza erkrankt ist, lässt er einen Abstrich machen. Diese Probe wird in einem Labor untersucht. Das Ergebnis wird nicht nur dem Arzt, sondern auch dem Kreisgesundheitsamt übermittelt, so Carstens. Zudem werden die Landesmeldestelle und das Robert-Koch-Institut (RKI) informiert.

In den Vorjahren kam die Welle im Februar

In den Vorjahren erreichte die Grippewelle den Kreis Pinneberg erst im Februar oder März. Heftig war es 2015: 148 Fälle wurden dem Kreis damals im Februar gemeldet, 190 im März. Im März 2016 waren es sogar 286 Fälle. Nahezu grippefrei war der Zeitraum von Oktober 2013 bis Dezember 2014: Sechs Fälle.

Laut Robert-Koch-Institut kann die Krankheit für Ältere, chronisch Kranke und Schwangere sogar lebensbedrohlich werden. Dr. Angelika Roschning, Leiterin des Kreisgesundheitsamts: „Impfen lohnt sich auch jetzt noch.“ Außerdem gebe es die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung, wenn bereits Krankheitszeichen aufgetreten sind.“ Hierfür stünden bei Virusgrippe wirksame Medikamente (so genannte Neuraminidase-Hemmer) zur Verfügung.

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erstellt am 03.Feb.2017 | 10:00 Uhr

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