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Elmshorner Nachrichten

17. Dezember 2017 | 21:13 Uhr

EWB : Kooperationsvertrag mit Uni auf Zypern

vom

Elmshorner Einwandererbund will Migranten ermöglichen, akademischen Abschluss zu erlangen.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 09:03 Uhr

Elmshorn | Für Hayri Öznarin, Präsident des Elmshorner Einwandererbundes (EWB), ist es eine Herzensangelegenheit: Mit dem nun vereinbarten Kooperationsvertrag mit einer nord-zyprischen Universität will er Migranten ermöglichen, einen akademischen Abschluss zu erlangen.

"Abiturienten mit Migrationshintergrund haben in Deutschland sechsmal schlechtere Chancen einen Studienplatz zu bekommen, als Original-Deutsche", sagt Öznarin. Man wolle nun mit dem Kooperationsvertrag mit der "Eastern Mediterranean University" (EMU) den Migranten eine Möglichkeit bieten, einen akademischen Abschluss zu erlangen. Die Universität liegt in Nord-Zypern, dem türkischen Teil der geteilten Insel im Mittelmeer. "Wir wissen durch unsere Arbeit, dass viele Jugendliche im Ausland studieren wollen - das ermöglichen wir nun", sagt der EWB-Präsident. Erste Nachfragen nach dem Studium gebe es bereits.

Der Kooperationsvertrag ist der Erste der zyprischen Universität in Deutschland. Der Elmshorner EWB ist damit Anlaufstelle für alle Interessenten in Schleswig-Holstein und Hamburg. Weitere regionale Partner auf Bundesebene sollen folgen. Zur Vertragsunterzeichnung reisten extra Halil Nadiri, stellvertretender Direktor der EMU, und Dozent Harun Sevinç an.

Hilfen zur Finanzierung der Studienplätze bietet der EWB allerdings nicht. Hayri Öznarin betont, dass man lediglich beratend tätig und etwa bei Formalitäten behilflich ist. Wer allerdings in Deutschland Anspruch auf Ausbildungsförderung (BAföG) hat, könne dies auch bei einem Studium an der EMU weiterbeziehen.

Die Universität im zyprischen Famagusta bietet 82 Bachelor- und 59 Master- und Promotions-Abschlüsse an. Insgesamt studieren 14 000 Studenten aus 75 Ländern an elf Fakultäten und fünf Fachhochschulen.

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