Was versprechen die Parteien? : Kommunalwahl in Elmshorn: Die CDU will planvoll an die Macht

Immo Neufeldt (von rechts), Sven Reinhold, Karla Fock und Henning Martens blicken dem Wahltag selbstbewusst entgegen. Mit ihrem 20-Punkte-Plan für Elmshorn will die CDU die Wähler überzeugen.
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Immo Neufeldt (von rechts), Sven Reinhold, Karla Fock und Henning Martens blicken dem Wahltag selbstbewusst entgegen. Mit ihrem 20-Punkte-Plan für Elmshorn will die CDU die Wähler überzeugen.

Das Ziel der Christdemokraten: Stärkste Fraktion werden. Sie setzen auf Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit.

shz.de von
27. April 2018, 16:00 Uhr

Elmshorn | Mit einem Plan an die Macht: Die Elmshorner Christdemokraten möchten natürlich stärkste Kraft im Stadtverordnetenkollegium werden. „Wir haben wichtige Entscheidungen in der Stadt maßgeblich beeinflusst“, sagt Fraktionschef Immo Neufeldt selbstbewusst. Er will noch mehr Rückenwind für seine Partei. Mit diesen Themen möchte die CDU bei den Wählern punkten:

Angsträume beseitigen
Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit: Dafür macht sich die CDU stark. Der Steindammpark darf nicht länger ein Angstraum im Herzen der Stadt sein, sondern muss sich zu einem Park für alle Elmshorner entwickeln. Um den Kriminalitätsschwerpunkt zu entschärfen setzt die CDU auf verstärkte Polizeipräsenz und Videoüberwachung. „Auch bei Angsträumen wie auf dem Holstenplatz, dem Bahnhofsumfeld und einigen Unterführungen muss etwas getan werden“, fordert Henning Martens.

Kampf gegen Schmuddelecken
Mehr Sauberkeit in der Stadt, beispielsweise an den Containerstandorten, die immer wieder vermüllen. „Schmuddelecken müssen erkannt und beseitigt werden“, sagt Fraktionschef Immo Neufeldt. Bürger sollen Missstände per App melden können.

Bahnhof als Vorzeigeprojekt
Der schlechte Zustand des Bahnhofs muss verbessert werden – und zwar schnell. „Wenn alle an einem Strang ziehen, ist es möglich, Lösungen zu finden. Das hat das Beispiel Pinneberg gezeigt“, sagt Neufeldt. Ziel: Der Elmshorner Bahnhof wird vom Sorgenkind zum Vorzeigeprojekt.

City beleben
Immer mehr Leerstände in der Innenstadt: „Es ist schon fünf nach zwölf“, sagt Neufeldt. In der Königstraße werde schlechter, nicht besser. Die CDU will gegensteuern, den Besuchern den „roten Teppich“ ausrollen. Parken soll für drei Stunden kostenlos sein. Rund um den Buttermarkt muss es mehr Fahrradständer geben. „In der City müssen Einkaufen, Gastronomie und Freizeit verbunden werden.“

Mehr Parkplätze
Die CDU setzt sich für einen Pendlerparkplatz auf der Westseite des Bahnhofs ein. „So bekommen wir die Pendler als Kunden in die Innenstadt“, betont Neufeldt. Stellplätze könnten im Bereich des Sky-Marktes entstehen. Zudem müssen in bestimmten Bereichen Anwohnerparkplätze ausgewiesen werden.
 

Stadt der grünen Ampeln
Grüne Welle in Elmshorn. Dafür soll ein neuer Verkehrsrechner sorgen, der auf Sperrungen, Baustellen und Staus reagieren kann. Der alte Rechner sei museumsreif.

Glasfaser für alle
Glasfaser als wichtiger Standortfaktor für Elmshorn: Die Stadtwerke Elmshorn sollen für eine vollständige Erschließung in der Stadt sorgen. „Um Investitionen zu ermöglichen, kann die Stadt auf einen Teil der Gewinnausschüttung verzichten“, sagt Martens.

Zweiter Autobahnzubringer
Der Grenzweg soll ausgebaut und somit zum zweiten Autobahnzubringer für die A23 werden. „So können wir auch im Norden der Stadt noch weitere Gewerbegebiete erschließen“, sagt Neufeldt.

Radverkehr ausbauen
Im Bereich Bahnhof/Innenstadt sollen mehr sichere Abstellplätze für Fahrräder entstehen. Zudem soll ein neuer Radweg vom Heidkoppelweg parallel zur Kaltenweide gebaut werden. „Das ist ein Teil der Schulwegsicherung“, sagte Karla Fock.

Wohnraum für Familien schaffen
Die CDU möchte mehr Bauplätze für Einfamilien- und Doppelhäuser zur Verfügung stellen. „Wir müssen auch den Familien Angebote machen“, sagt Sven Reinhold. Im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen sollen ganz verschiedene Wohnformen angeboten werden. „Eine gute Durchmischung im Quartier ist wichtig.“

Schluss mit dem Parkplatzchaos

Die CDU will die Parkplatzsituation am Badepark entschärfen. „Wir müssen das Chaos beenden“, sagt Neufeldt – und zwar zügig. Denn 2019 soll das sanierte Hallenbad wieder öffnen. Bis dahin muss eine Regelung her.

Innenstadt auswerten
Die Innenstadt muss auch optisch attraktiver werden. Die CDU setzt sich für eine Gestaltungssatzung ein. Zudem sollen Grundeigentümer bei der Ansiedlung von Außengastronomie unterstützt werden.

Wochenmarkt erhalten
Die Markthalle soll zu einem Schmuckstück werden. Die CDU setzt sich dafür ein, dass auch während der langwierigen Umbauphase im Bereich des Buttermarktes der Wochenmarkt so wie bisher stattfinden kann. „Das ist der Kommunikationspunkt unserer Stadt“, sagt Neufeldt.

Stadtumbau

Die Knechtschen Hallen sollen saniert werden – aber ohne Steuergeld. Die CDU macht sich für die Tunnellösung vom Sanierungsgebiet in den Steindammpark stark. Das sei eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer.

Kita-Plätze
Die CDU fordert 20 weitere Plätze in der künftigen Bewegungskita in der Paul-Dohrmann-Schule zu schaffen. „Ein Kita-Platz darf kein Luxus für wenige sein“, betont Fock. Die Elternbeiträge sollen gesenkt werden. Die Familienbildungsstätte wird weiter gefördert.

Schule stärken
Den Bedarf für Schulneubauten sieht die CDU zurzeit nicht. „Wir erweitern zwei Grundschulen und haben noch Reserven am Ramskamp und möglicherweise auch in der Paul-Dohrmann-Schule“, sagt Fock. Die Auswirkungen der Wiedereinführung von G9 müssen beobachtet werden. Die CDU will die Digitalisierung der Schulen weiter vorantreiben und den Fokus auf die Gebäudeunterhaltung und ein gutes Lernumfeld richten.

Jugendcafé

Die CDU setzt weiter auf ein Jugendcafè in zentraler Lage. „Viele Läden stehen leer. Das Café könnte zeitlich befristet öffnen und durch ehrenamtliches Engagement getragen werden“, sagt Fock. Den neuen Jugendtreffpunkt im Steindammpark sieht die CDU eher kritisch. Das sei nur eine halbe Lösung.

Wirtschaft und Finanzen

Steuererhöhungen wird es mit der CDU nicht geben. Die Straßenausbaubeiträge sollen so schnell wie möglich abgeschafft werden.

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