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Elmshorner Nachrichten

14. Dezember 2017 | 09:57 Uhr

Bauboom in Elmshorn : Klotzen statt Kleckern

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

In Elmshorn sind zahlreiche Bauprojekte in der Realisierung oder in der Planung. Allein 800 neue Wohneinheiten sollen bis 2018 entstehen.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2015 | 12:00 Uhr

Elmshorn | Bauboom in Elmshorn: Nachdem die Neubautätigkeiten in der Stadt jahrelang überschaubar waren, ist nun Schluss mit der Kleckerei: Es wird geklotzt. Knapp 800 Wohneinheiten sollen allein bis 2018 aus dem Boden gestampft werden. Im Angebot sind Großprojekte wie das ehemalige Kibek-Quartier an der Reichenstraße, wo allein 156 neue Wohneinheiten geschaffen werden, aber auch kleinere Vorhaben wie das Baugebiet am Heußweg, wo zwei bis vier Wohneinheiten entstehen sollen.

Das mit Abstand größte Projekt Elmshorns seit vielen Jahren ist das neue Wohnquartier am Henry-Dunant-Ring. Dort hat das Elmshorner Unternehmen Semmelhaack für 30 Millionen Euro 226 Wohneinheiten gebaut. Auch das nächstgrößere Projekt in Elmshorn läuft unter der Regie von Semmelhaack: Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Teppich-Kibek wird bereits seit Monaten alles für den geplanten Bau vorbereitet. Insgesamt entstehen dort 156 neue Wohnungen. 63 werden im Hochhaus gebaut, 93 in umliegenden Neubauten. 26 der neuen Wohnungen werden öffentlich gefördert. Das Elmshorner Wohnungsunternehmen Semmelhaack investiert rund 23 Millionen Euro in das Vorhaben. Ende 2016 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Ein weiteres Großprojekt in Sachen Wohnungsbau realisiert derzeit die ebenfalls in Elmshorn ansässige Eggert-Unternehmensgruppe: In der Schulstraße werden vier Gebäude errichtet. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Lienau entstehen 38 hochwertige Mietwohnungen, die Größen von 60 bis 120 Quadratmetern haben werden. Rund zehn Millionen Euro an Investitionskosten sind veranschlagt.

Beim Elmshorner Großprojekt in der Kirchenstraße ist der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf Bauherr. In dem künftigen Zentrum, für das Mitte November Richtfest war, sollen die kirchlichen Dienste wie Notfallseelsorge, Kita-Fachberatung sowie Jugend- und Frauenwerk untergebracht werden. Außerdem entstehen 23 Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen. 7,66 Millionen Euro wird der Bau kosten, der im kommenden Jahr fertig sein soll.

Noch mehr, rund 13 Millionen Euro, lässt sich die Genossenschaft Adlershorst ihr Projekt am Uhlenhorst kosten. Gebaut werden drei Mehrfamilienhäuser mit 84 Wohnungen und ein Parkdeck. 72 der Wohnungen werden öffentlich gefördert. Der erste Bauabschnitt soll bereits im Spätsommer des kommenden Jahres fertig sein.

Großprojekt in der Amandastraße

Ein weiteres Großprojekt wird in der Amandastraße gebaut. Auf dem Gelände des alten Elmshorner Krankenhauses baut das Unternehmen „Bauart und Wohnkultur“ 60 Wohnungen. Zwei Wohnblöcke sind dafür geplant. Neun Millionen Euro werden investiert. Spätestens 2017 soll der Bau fertig sein. Auch auf der ehemaligen Holsatia-Tennisanlage auf Kaltenweide werden Wohnungen errichtet. Bauträger ist erneut die Firma Semmelhaack. Dort, wo es einst um Spiel, Satz und Sieg ging, sollen nun 38 Einzel- und Reihenhäuser entstehen. Die künftigen Bewohner werden über 100 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche verfügen. Rund 15 Millionen Euro zahlt das Unternehmen für die Bauten.

An der Mühlenstraße 33 bis 37 ist das Unternehmen Semmelhaack ebenfalls aktiv. Dort wird auf 3500 Quadratmetern ebenfalls ein neues Wohnquartier geschaffen. In der Gerberstraße kommt die Wohnungsgenosschenschaft GeWoGe zum Zug. Dort wurde Ende November mit der Abrissbirne Platz geschaffen. Im nächsten Jahr sollen dann zwei neue Gebäude entstehen. 51 Wohnungen, 16 davon öffentlich gefördert, will die Genossenschaft dann schaffen. Dafür sind 7,8 Millionen Euro eingeplant. Ende 2017 sollen die neuen Häuser bezugsfertig sein.

In der Lerchenstraße sind 33 kleinere Reihenhäuser geplant. Die dafür vorgesehene Fläche von rund 1,55 Hektar liegt zum großen Teil brach. Am Bokholter Damm sind etwa 40 Einzel- und Doppelhäuser vorgesehen.

Ebenfalls ein neues Wohngebiet soll an der Wilhelmstraße entstehen. Dort sind auf 1,3 Hektar rund 30 Einzel- und Doppelhäuser geplant. Weitere kleine Bauvorhaben sind Am Hainholzer Damm, am Heussweg, am Philosophenweg und Am Eiskeller geplant.

Hinzu könnte eine weitere Fläche für Wohnungsbau kommen: Auf dem Gelände der Firma Ahrens auf Klostersande. Nach dem Abriss des Gebäudes könnten dort ebenfalls zahlreiche Wohnungen gebaut werden. Auch dieses Vorhaben, sollte es realisiert werden, würde dafür sorgen, dass der Elmshorner Bauboom weiter anhält.

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