Elmshorn: Großzügige Spende : Klostersande wieder ganz zuhause

Mehr Elmshorn geht kaum: Die MS Klostersande vor der Silhouette der Kölln-Werke. Mit der Spende von Klaus Pannen (2.v.r.) gehört das Schiff jetzt ganz dem Förderverein um den Vorsitzenden Martin Beckmann (r.), Kassenwart Peter Werner (l.) und dem Zweiten Vorsitzenden Jürgen Tillmann.
Mehr Elmshorn geht kaum: Die MS Klostersande vor der Silhouette der Kölln-Werke. Mit der Spende von Klaus Pannen (2.v.r.) gehört das Schiff jetzt ganz dem Förderverein um den Vorsitzenden Martin Beckmann (r.), Kassenwart Peter Werner (l.) und dem Zweiten Vorsitzenden Jürgen Tillmann.

Der Elmshorner Klaus Pannen spendet dem Förderverein des Frachters 10000 Euro. Damit ist das Schiff jetzt abbezahlt.

shz.de von
02. Juli 2018, 15:19 Uhr

Elmshorn | Das Gemeinwohl in seiner Stadt – dem Elmshorner Professor Klaus Pannen ist das besonders wichtig. Und deshalb packt der Rechtsanwalt seit Jahren mit an, wenn es darum geht Projekte zu unterstützen. Diesmal hat er dem Förderverein MS Klostersande geholfen. Pannen spendete 10 000 Euro und sorgte dafür, dass der alte Kölln-Frachter jetzt ganz dem Verein gehört.

„Damit konnten wir die letzte Rate überweisen“, sagt Martin Beckmann, Vorsitzender des Fördervereins. Fünf Jahre lang hat der Freundeskreis die Klostersande Stück für Stück abbezahlt. Insgesamt hat das 55 Meter lange Schiff, das seit 2013 wieder im Elmshorner Hafen liegt, rund 57 000 Euro gekostet. Eigentümer des 500-Tonnen-Frachters war eine Hamburger Firma. Klaus Pannens Engagement für die maritime Seite seiner Heimatstadt kommt nicht von ungefähr. „Ich bin auf der Krückau groß geworden“, sagt der Chef einer der renommiertesten deutschen Kanzleien im Bereich Insolvenzrecht. Die Kölln-Flotte hat er in seiner Jugend oft auf dem Fluss erlebt. „Ich war Ruderer und man musste schon aufpassen, wenn man die Klostersande oder eines ihrer Schwesterschiffe auf dem Wasser passierte“, sagt Klaus Pannen.

Den Werdegang des Fördervereins und dessen Bemühungen das Schiff in Elmshorn zu halten, hat Pannen „von Anfang an“ verfolgt. „Mir war es ein Anliegen dabei zu helfen, dass sich der Vereinen sozusagen freischwimmen kann und das Schiff jetzt abbezahlen konnte. Es war mir ein Anliegen , das zu sponsern.“ Als Förderer hat sich Klaus Pannen in den vergangenen Jahren besonders um den Kulturbereich in Elmshorn bemüht: Mit einer Spende von mehr als 600 000 Euro hat er maßgeblich dafür gesorgt, dass das Gebäude des Stadttheaters renoviert und saniert werden konnte.

Dank seiner Hilfe kann sich der Förderverein der Klostersande jetzt um weitere Projekte rund um das Schiff kümmern. „An Bord gibt es immer etwas zu tun“, sagt Jürgen Tillmann, Zweiter Vorsitzender des Vereins, der zurzeit 105 Mitglieder hat. Das Schiff soll dauerhaft fahrfähig gehalten werden. Dafür muss überall ständig ausgebessert und repariert werden. In nächster Zukunft müssen unter anderem zwei Notausstiege installiert werden.

Das ist auch deshalb nötig, weil die Klostersande als Veranstaltungsort immer beliebter wird. Im Frachtraum des Schiffes finden Konzerte, Feste und gesellschaftliche Ereignisse statt. Vor der Bühne finden 150 Besucher Platz. Der Verein vermietet die Räume.

„Wir wollen auch Botschafter Elmshorns sein“, sagt Vereins-Chef Martin Beckmann. So soll das Schiff 2019 während der Glückstädter Matjeswochen im Hafen der Elbestadt liegen und Besucher anlocken.

Noch in diesem Jahr ist eine große Ausfahrt geplant. Vom 6. bis 10. August geht es über die Elbe und den Elbe-Lübeck-Kanal nach Lübeck. Dort macht der 50 Jahre alte Frachter fest. Die Crew plant unter anderem einen Besuch im Traditionsschiff-Hafen. Der Törn wird die letzte Fahrt für Günter Holtz als Kapitän der MS Klostersande sein. Danach übernimmt Sascha Haase das Kommando auf der Brücke des Elmshorner Wahrzeichens.

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