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„Klostersande“ soll zum Hochzeitsschiff werden

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Standesamt Plan sieht Trauungen ab August im Hafen vor / Auch das Industriemuseum ist im Gespräch

Bald können Elmshorner Paare ganz stilecht auf Schiffsplanken in den Hafen der Ehe segeln. Im Heck der „Klostersande“ richtet der Förderverein der MS „Klostersande“ derzeit ein Trauzimmer ein. Auf stilvollen Holzmöbel aus der Zeit der Jahrhundertwende wird das Standesamt Elmshorn voraussichtlich ab August heiratswillige Paare trauen. Nur noch letzte Details müssen in diesen Tagen geklärt werden, dann ist der Hochzeits-Coup perfekt.

Bislang gibt es außerhalb des Standesamtes in der Weißen Villa in Elmshorn nur die Möglichkeiten, im Wasserturm und im Pavillon am See der Gaststätte Sibirien zu heiraten. Mit der „Klostersande“ kommt nun ein dritter ungewöhnlicher Trauort hinzu. Und nicht nur das: Es gibt die Idee, dass in Zukunft auch im Elmshorner Industriemuseum Ja gesagt werden darf. „Das wären zwei hoch attraktive Angebote. Wir müssen nach Alternativen suchen, da die Sanierung der Weißen Villa im nächsten Jahr beginnen soll“, sagt Bürgermeister Volker Hatje im Gespräch mit unserer Zeitung.

Hans Barzel vom Förderverein der Klostersande und seine Mitstreiter sind begeistert von der Idee. „Der große Vorteil ist, dass unser Laderaum genügend Platz bietet“, sagt Barzel. „Viele Paare heiraten ja heute nur noch standesamtlich und wollen gerne viele Gäste zur Trauung mitbringen.“ Auch ein anschließender Sektempfang oder sogar die Hochzeitsfeier könnten an Bord des ehemaligen Getreidefrachters stattfinden. „Natürlich gehen wir zum Fotografieren mit dem Brautpaar auch auf die Brücke“, sagt Hans Barzel schmunzelnd. „Da bietet sich ein Bild von der Braut am Ruder an.“ Sogar eine Urkunde will der Förderverein „seinen“ Paaren als bleibende Erinnerung ausstellen.

In den vergangenen beiden Jahren haben Hans Barzel und andere engagierte Freunde der „Klostersande“ viel Zeit und Mühe in den Umbau des Laderaums investiert. Da wurden Wasser- und Stromleitungen gelegt, eine Heizung eingebaut und bald soll es sogar Toiletten geben. Entstanden ist ein etwa 120 Quadratmeter großer Veranstaltungsraum, der mit seinen leuchtend blauen Wänden, den alten Holzplanken, einigen Roststellen und dem Wellblechdach nichts von seinem Charme verloren hat. Allerdings wurde er unter anderem durch frisch restaurierte Leuchter, den Einbau einer Lichtanlage, einer kleinen Bühne und einer Küche aufgewertet und als Veranstaltungsort nutzbar gemacht.

Von Frühjahr bis Herbst wird dann in Zukunft das Standesamt an jedem Freitag Trauungen auf der „Klostersande“ anbieten. Ähnlich wie beim Wasserturm und bei der Gaststätte Sibirien liegt die Nutzungsgebühr bei 150 Euro. Anmeldungen laufen über das Elmshorner Standesamt, erreichbar unter Telefon (0  41  21) 23  12  60.

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erstellt am 10.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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