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Radtour in Pinneberg : Kleine Straßen, vielfältige Landschaft

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Peter und Annedore Hempel kommen zum Radfahren oft in den Kreis Pinneberg, denn für Radfahrer sind die Strecken einfach ideal. Die Rosariums-Tour gefällt den radelnden Eheleuten am Besten.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 01:43 Uhr

Pinneberg | "Warte, ich muss meinen Fotoapparat noch auspacken," Annedore Hempel eilt ihrem Mann Peter hinterher, der gerade die beiden Fahrräder zusammengeschlossen hat und sich jetzt auf den Weg zum See im Uetersener Rosarium macht.
"Das Rosarium ist toll, um eine Radfahrpause zu machen", sagt Peter und erklärt gleich, wieso das so ist: "Wenn man länger mit dem Rad unterwegs ist und ungefähr auf halber Strecke Pause machen möchte, dann sucht man sich dazu am besten einen Ort, an dem man sich ein wenig die Beine vertreten kann und seinen Hintern mal ein paar Minuten schont." Dieses wäre natürlich auch an vielen anderen Orten möglich, aber für seine Frau, die noch lieber fotografiert als Rad zu fahren, ist der Zwischenstopp im Rosarium immer wieder ein Höhepunkt der gemeinsamen Radtour.

"Die ganze Zeit an einer reizvollen Landschaft vorbei"


Eigentlich wohnt das Ehepaar in Hamburg, wo die beiden auch arbeiten: sie als Marketingleiterin eines Ferienhausanbieters, er als Unternehmensberater. Ihre Wochenenden verbringen die beiden jedoch gerne im Kreis Pinneberg, um sich dort auf dem Fahradsattel vom stressigen Alltag zu erholen. " Pinneberg ist eine fantastische Umgebung für Fahrradfahrer", sagt Peter, "es gibt viele kleine verkehrsarme Straßen, überall wo die Straßen größer sind, ist ein Radweg vorhanden und zudem fährt man die ganze Zeit an einer reizvollen Landschaft vorbei." Mal fahre man auf einem Deich entlang, mal an einer Baumschule vorbei und zwischendrin immer wieder an Wiesen, auf denen Pferde weiden würden.
Peter weiß, wovon er spricht: Vor zirka fünfzehn Jahren hat Annedore ihm sein erstes Rennrad geschenkt, seitdem hat er unzählige Fahrradtouren durch den Kreis Pinneberg gemacht. Um fit zu bleiben, und um sich auf seine Fahrradurlaube vorzubereiten: Im vergangenen Jahr ist er zum ersten Mal den Mont Ventoux rauf gefahren, einen der legendärsten Berge der "Tour de France".

Ein Magnet für Fahrradfahrer


"Wenn wir unsere Pinneberg-Rosariums-Tour fahren, dann starten wir in Pinneberg, weil wir dann meistens auf dem Hinweg, wenn wir noch fit sind, gegen den Wind fahren müssen und es später leichter haben", erklärt Annedore. Sie genießt die gemeinsamen Radtouren mit ihrer Familie - manchmal schließen sich auch die erwachsenen Söhne und ihre Freundinnen an - so ehrgeizig wie ihr Mann ist sie beim Radfahren jedoch nicht.
Für Annedore steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund und sie freut sich, wenn sie während der Radtour Fotos machen kann und sich nicht zuviel um den Verkehr kümmern muss - die kleinen Straßen, durch die man im Kreis Pinneberg fahren kann, werden nur selten von Autos genutzt. Fahrradfahrer gibt es dafür eine Menge. "Ich glaube, die Pinneberger sind manchmal ganz schön genervt vom Hamburger Fahrradtourismus in ihrem Kreis", sagt Peter, "das ist wie die PI-Autofahrer, die tagsüber Hamburgs Straße blockieren."

Vom Rosarium zum Bauerngolf


Nach einer halben Stunde im Rosarium macht sich das Ehepaar auf den Rückweg nach Pinneberg. In Appen fahren sie am Erlebnisbauernhof "Almthof" vorbei. "Wenn wir das nächste Mal mit unseren Söhnen unterwegs sind, dann werde ich die beiden zum Bauerngolf herausfordern", beschließt Peter.
Bis es soweit ist, wird es sicherlich nicht lange dauern: Sobald das Wetter es zulässt ist die Familie regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs. "Meine Fahrradsaison beginnt meistens im März", sagt Peter, "gerade zu Beginn des Jahres ist es toll, wenn einem die kalte Luft durch die Lungen bläst." Ehefrau Annedore sieht das anders, sie fährt lieber erst dann los, wenn man auch im kurzärmeligen T-Shirt unterwegs sein könnte. "Das macht aber gar nichts, dann nehme ich eben meinen jüngsten Sohn mit", sagt Peter.
Die Vater-Sohn-Radtouren würden aber anders aussehen: "Wir fahren dann meistens viel längere Strecken, sind schneller unterwegs und machen keine größeren Pausen zwischendurch." Kein Wunder, die beiden trainieren gemeinsam, um bei den Cyclassics im Sommer zu starten - und dabei kommt es neben dem Durchhalten auch ein wenig darauf an, schnell zu sein. Schließlich will niemand vom Besenwagen "aufgefegt" werden. Auch wenn diese hauptsächlich durch die Hansestadt führen: trainiert wird im Kreis Pinneberg.
Den Grund dafür, dass Peter Hempel zum Radfahren - egal ob für die ruhige Familienradtour oder das Rennrad-Training - immer wieder die Hansestadt verlässt und in den Kreis Pinneberg kommt, fasst er mit einem kurzen Satz zusammen: Weils so schön ist."

Zustand der Strecke - Fakten und Zahlen
Die Rundtour von Pinneberg über Tornesch, Uetersen und Appen ist zirka 20 Kilometer lang. Sie verläuft teilweise entlang den Landesstraßen, diese sind jedoch gerade am Wochenende nicht sehr stark befahren. Zudem gibt es häufig Radwege. Steigungen gibt es auf der Strecke der Radtour keine. Die Strecke ist gut für Familien mit Kindern geeignet, da das Verkehrsaufkommen nicht besonders hoch ist, und man die Kinder gut im Blick behalten kann. Außerdem sind immer wieder Zwischenstopps möglich, bei denen sich die Kinder beschäftigen können. So kann eine Pause im Erlebnisbauernhof Almthof eingelegt werden, wo die Kinder das Landleben kennen lernen, toben und Tiere streicheln können. Auch für ältere Menschen, die gemütlicher fahren möchten, ist die Strecke gut geeignet, man fährt fast ausschließlich auf ebenen Straßen, zudem kann man damit rechnen, dass es nicht so viele andere Verkehrsteilnehmer gibt, denen man "im Slalom" ausweichen müsste. Da die Radtour nur zirka 20 Kilometer lang ist, lässt sie sich auch für langsamere Radfahrer gut bewältigen. Wem die Strecke zu kurz ist, der kann sie leicht und schön verlängern, indem er beispielsweise von Pinneberg zunächst das Himmelmoor in Quickborn anfährt.

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