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Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 22:24 Uhr

Kleine Heilige und große Verkäufe

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Städtepartnerschaft Elmshorner Delegation besucht die südfranzösische Stadt Tarascon / Werbung für die „europäische“ Idee

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2016 | 12:44 Uhr

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die zählen. Manchmal kann selbst der Verkauf deutscher Spezialitäten so zum wichtigen Beitrag einer Städtepartnerschaft werden.

Wie auch in den Vorjahren besuchte eine Elmshorner Delegation die französische Partnerstadt Tarascon, um auf dem dortigen Weihnachtsmarkt Lebkuchen, Pralinen – und, na klar, Elmshorner Würstchen zu verkaufen. Ein wichtiges Zeichen, das an Bedeutung gewinnt und ganz nebenbei für die europäische Idee wirbt. Auch erste Aktionen für das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft konnten geplant werden.

Dominosteine, Lebkuchen, Stollen, Bratwürste und Glühwein – was in Deutschland ganz selbstverständlich auf dem Tisch landet, gilt im Süden Frankreichs mitunter als exotische Leckerei. Entsprechend groß ist der alljährliche Andrang, wenn die Elmshorner Delegation diese Spezialitäten auf dem Tarasconer Weihnachtsmarkt anbietet.

„Über die Jahre haben sich viele Stammkunden gefunden“, sagt Peter Jepsen, der bei der Stadt Elmshorn für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Auch in diesem Jahr erfreuten sich die Produkte aus deutscher Produktion so großer Beliebtheit, dass sie nach nur zwei Tagen nahezu komplett ausverkauft waren. Ganz nebenbei komme man dabei ins Gespräch, sagt Jepsen: Über Weihnachtstraditionen, regionale Spezialitäten bis hin zur Lage Europas. Dabei stelle man immer wieder fest, „dass es doch viele Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen der europäischen Länder“ gebe, so Jepsen. In Zeiten des zunehmenden Nationalismus sei eine Städtepartnerschaft daher umso wichtiger: „Wir begegnen uns auf Augenhöhe, kommen ins Gespräch – und werben so ganz nebenbei für die europäische Idee“, betont Elmshorns Städtepartnerschaftsbeauftragter.

Ganz in diesem Sinne wird der Erlös, den die Elmshorner Delegation erwirtschaftet hat, dem Kinderheim in der polnischen Partnerstadt Stargard zu Gute kommen. Möglich gemacht haben dies auch die Elmshorner Unternehmen Dölling-Hareico, Peter Kölln und Wiebold, die Produkte für den Verkauf gespendet haben.

2017 wird die Städtepartnerschaft ihr 30-jähriges Bestehen feiern. So wird unter anderem eine Ausstellung geplant. „Wir haben erste Gespräche mit einem Künstler aus der Nähe von Tarascon aufgenommen“, sagt Jepsen. In dessen Werken stünden Santons, die kleinen, für die Provence so typischen Krippenfiguren, im Mittelpunkt. „Seine farbenprächtigen Bilder und Bücher sind in der Provence sehr beliebt“, sagt Jepsen. Dabei geht es auch im Werk des Künstlers eigentlich nur um eines: Kleinigkeiten – die allerdings zum Leben erwachen.

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