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Elmshorner Nachrichten

25. September 2017 | 22:49 Uhr

Klare Forderungen an die Stadtpolitik

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Treffen von Seniorenrat und SPD: Interessenvertretung will mehr Mitspracherecht

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Mitglieder des Elmshorner Seniorenrats haben sich mit führenden Sozialdemokraten der Stadt getroffen. Beide Seiten haben sich dabei über alle Themen ausgetauscht, die der Interessenvertretung von mehr als 12 000 Elmshornern im Alter von über 60 Jahren unter den Nägeln brennen. Der Vorsitzende des Seniorenrats, Günter Allertseder, sowie seine beiden Mitstreiter Holger Weiss und Ursula Kleinert stellten klar, was sie aus ihrer Sicht von der Stadtpolitik erwarten. Ein Ziel sei es, dass ältere Menschen in Elmshorn möglichst lange in der eigenen Wohnung verbleiben können. Deshalb fordert der Seniorenrat mehr Barrierefreiheit, selbstbestimmtes Wohnen mit Versorgungssicherheit, angemessene Wohnungsgröße und bezahlbarem Wohnraum.

Die Vertreter des Seniorenrats machten deutlich, dass sie auch während der Planungsphasen von Wohnvierteln oder der Sanierung von Wohnungen mit einbezogen werden möchten. „Das Sanierungsgebiet Vormstegen ist hier ein sehr wichtiges städtebauliches und demographisches Projekt, bei dem die Anliegen von älteren Menschen einbezogen werden müssen“, sagte der Seniorenratsvorsitzende. Auch die SPD-Vertreter sehen hier gute Möglichkeiten für eine Kooperation.

Weitere Vorschläge waren die Schaffung von mehr Barrierefreiheit auf den Verkehrswegen einschließlich der Beseitigung von Unebenheiten und Schlaglöchern. Wünschenswert ist laut Seniorenrat auch eine bessere Anbindung an den ÖPNV. Insbesondere die Situation rund um den Bahnhof und speziell beim Tunnel wurde hier als kritisch angesehen.

Detlef Witthinrich-Kohlschmitt, stellvertretender Vorsitzender der SPD Elmshorn, sieht Verbesserungsmöglichkeiten dabei in der Gestaltung von Ruhepunkten im Stadtbild, der seniorengerechten Anlage von Bänken und der Schaffung von besseren Übergängen für Rollator- und Rollstuhlfahrer.

Speziell an die Bundes- und Landespolitik, die mit dem Bundestagsabgeordneten Ernst-Dieter Rossmann und der Landesabgeordneten Beate Raudies bei dem Gespräch vertreten war, richtete sich der Wunsch nach einer Verbesserung der Situation in der Pflege. Diese müsse sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich noch genauer an dem tatsächlichen individuellen Bedarf orientiert werden. Ursula Kleinert: „Die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals haben unmittelbar Auswirkungen auf die Qualität der Pflege und letztlich das Wohlbefinden der betroffenen Menschen.“

Intensiv wurde über die Ausbildung der Altenpfleger diskutiert, die endlich kostenfrei für alle Interessierten werden müsste. Dazu meinte Holger Weiss, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenrates: „In die Gesamtgestaltung der seniorengerechten Stadt gehören diese Fragen mit hinein, denn gute Versorgung von Pflegebedürftigen ist mehr als nur eine Aufgabe der Pflegeversicherungen, sondern muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe auch in die Stadtpolitik integriert werden.“

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