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Elmshorner Nachrichten

18. Oktober 2017 | 15:58 Uhr

Kitas kosten 15 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Planung Bis zu fünf neue Einrichtungen werden benötigt / Umsetzung soll bis 2023 erfolgen

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2017 | 10:28 Uhr

Betreuungsplätze für 100 Prozent der Elementarkinder (drei bis sechs Jahre). Betreuungsplätze für 60 Prozent der Krippenkinder (ein bis drei Jahre). Bis 2020 sollte dieses ehrgeizige Vorhaben in der Stadt Elmshorn umgesetzt werden. So hatte es die Politik beschlossen – und bis zu letzt auch gehofft, dass dieses Ziel auch erreicht wird. Doch daraus wird nichts. Es fehlt an Personal und an geeigneten Standorten für den Neubau von bis zu fünf neuen Kindertagesstätten in Elmshorn. Das machte Amtsleiterin Heike Rosemann der Politik unmissverständlich klar. Die neue Zielmarke heißt jetzt 2023. „Das sollte möglich sein“, betonte Rosemann.

Voraussetzung um das Mammutprojekt innerhalb der nächsten sechs Jahre zum Erfolg zu führen: Ab 2018 müssten pro Jahr Planungsmittel, Baukosten und Personalkapazitäten für den Bau einer neuer Kindertagesstätte zur Verfügung gestellt werden.

Kinderbetreuung: Dieses Thema hat in der Stadt Priorität, auch wenn die Umsetzung richtig teuer wird. Allein die Planungskosten für einen Kita-Neubau liegen bei zirka 200  000 Euro. Bau und Einrichtung kosten dann – je nach Platzanzahl zwischen 2,5 Millionen Euro (60 Plätze) und 4,5 Millionen Euro (110 Plätze). Damit nicht genug. Laut Rosemann belaufen sich die Betriebskosten pro Kita je nach Konzept auf 350  000 bis 500  000 Euro. Zurzeit geht die Stadt für den Neubau von fünf Kitas von Investitionskosten in Höhe von zirka 15 Millionen Euro aus.

Die Dimension der Aufgabe verdeutlichen die Ist-Zahlen: Aktuell fehlen in der Stadt 285 Elementarplätze und 339 Krippenplätze. Noch in diesem Jahr entstehen durch Erweiterung und Umbau 40 zusätzliche Krippen- sowie 40 zusätzliche Elementarplätze an den Kitas Fritz-Reuter-Straße sowie Käthe-Mensing-Straße. 2018 wird an den Kitas Beseler Straße, Memeler Straße, Stoppelhopser und Käthe-Mensing-Straße gearbeitet. So entstehen weitere 60 Elementar- und 10 Krippenplätze. Ein wichtiger Meilenstein wird voraussichtlich 2019 erreicht, wenn die Räume der Paul-Dohrmann-Schule zur Bewegungskita umgebaut worden sind: Hier entstehen 70 Elementar- und 35 Krippenplätze. Allein durch diese Vorhaben soll der Fehlbedarf auf 135 Elementar- und 254 Krippenplätze gesenkt werden.

Die dann noch benötigten Plätze sollen in den neuen Kitas geschaffen werden. Schwierig gestaltet sich die Suche nach Baugrundstücken. Wie berichtet, wurden in mehreren Baugebieten gar keine Flächen für Kindertagesstätten mit eingeplant. Jetzt wird auch über eine gemeinsame Kita mit der Nachbargemeinde Raa-Besenbek nachgedacht.

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