Elmshorn : Kirchenkreis verteilt 1,25 Millionen

So soll das neue Foyer des Kirchlichen Zentrums Elmshorn aussehen.
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So soll das neue Foyer des Kirchlichen Zentrums Elmshorn aussehen.

Die Kirchengemeinden bekommen 324.000 Euro. Bonus für Abbau von Gebäuden. Extrageld gibt es für Kindertagesstätten.

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20. Juni 2014, 12:10 Uhr

Elmshorn | Erfreuliches konnte bei der Synode des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf, die Mittwoch im Gemeindehaus von St. Nikolai stattfand, mitgeteilt werden: Die Kirche hat 2012 einen Überschuss von 1,25 Millionen erwirtschaftet. Dieses Extrageld wurde nun verteilt. Nutznießer sind vor allem die Kirchengemeinden. Sie bekommen für jedes ihrer Mitglieder drei Euro ausgeschüttet. Das sind knapp 324.000 Euro. Zudem investiert die Synode in die Zukunft von kirchlichen Gebäuden und Kitas. Der größte Teil des Geldes aber fließt – nach dem Motto: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not – in Rücklagen für Kirchenkreis und -gemeinden.

So sollen Gemeinden, die ihren Gebäudebestand verringern wollen, Hilfe erhalten. „Die Synode hat beschlossen, Kirchengemeinden mit Geld zu unterstützten, wenn sie beispielsweise Gemeinderäume in die Kirche einbauen, um sich dann vom Gemeindehaus zu trennen“, erklärt Natalie Lux, Pressesprecherin des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf. Auch können Gemeinden, die nicht mehr genutzte oder zu große Pastorate abstoßen wollen, auf Unterstützung hoffen. Denkbar sei, so der Vorschlag der Bauverwaltung, den Einbau von Amtszimmern in andere kirchliche Gebäude zu bezuschussen. Geld aus diesem Strukturanpassungsfonds – Gesamtvolumen 250.000 Euro – kann auch beantragt werden, wenn Gebäude nach Fusionen nicht mehr benötigt werden. „Das bereitgestellte Geld ist eine zusätzliche Investition in die Zukunft des Gebäudebestands und unabhängig vom jährlichen I-Plan des Kirchenkreises“, so Lux.

Mit den erwirtschafteten Rücklagen wird auch eine Extrazahlung in Höhe von 152.000 in den Kitas finanziert. Damit bestätigt der Kirchenkreis die Förderung der Kleinsten (U-3-Angebot) als einen Schwerpunkt kirchlicher Arbeit.

In Sachen Kirchliches Zentrum ging es um „Feintuning“ wie die Planung von Heizung, Kellerräumen und Brandschutz. Architekt Thomas Ritscher legte eine neue Visualisierung des Saales im Erdgeschoss vor. In dem neuen Foyer an der Kirchenstraße sollen künftig bis zu 100 Personen Platz nehmen können – unter anderem auch die Synodalen, bei ihren Tagungen, aber auch Gruppen zum Beispiel aus der Kirchengemeinde von St. Nikolai.

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