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Elmshorner Nachrichten

22. Oktober 2017 | 05:28 Uhr

Kinderkrankheiten bei Kita-System

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Datenbank für zentrale Verwaltung von Plätzen vorgestellt / Vorbereitungen für Echtbetrieb laufen /Im Sommer erste Ergebnisse

Unüberschaubare Wartelisten, Frust bei Eltern und kaum eine Grundlage für eine bedarfsgerechte Zukunftsplanung für die Verwaltung: In Sachen Kita- und Krippenplätze war Elmshorn lange Zeit im Blindflug unterwegs. Eine internetbasierte Datenbank sollte Transpazenz bei der Platzvergabe schaffen. Jetzt präsentierte das mit der Umsetzung beauftragte Unternehmen Akquinet einen ersten Zwischenstand.

„Ein gutes Ergebnis“, attestiert Heike Rosemann. Die zuständige Amtsleiterin im Rathaus ist mit den bisher umgesetzten Vorgaben zufrieden. Sie räumt allerdings auch ein, dass„noch Kinderkrankheiten“ beseitigt werden müssen. „Hier und da ploppen beim Bedienen der Software noch Fenster auf, die fehlerbehaftete Programmierungen anzeigen“, sagte Rosemann am Donnerstag bei der öffentlichen Vorstellung der Datenbankanwendung im Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule und Sport. Lösungen seien aber in greifbarer Nähe. Rosemann wie auch Präsentator Olaf Zöftig, Geschäftsführer der Hamburger akquinet business consultings, waren sich sicher, im Sommer erste Ergebnisse präsentieren zu können.

Die gezeigte Datenbankanwendung enthält neben Namen und Adresse von Kita-Einrichtungen jeweils noch weitere Angaben zu den Betreuungsangeboten, möglichen Plätzen und Trägerschaften. Innerhalb der Verwaltung können Mitarbeiter zahlreiche Auswertungen des von den Einrichtungen und Stadt gepflegten Datenbestandes vornehmen. Großes Problem bisher: Mehrfachanmeldungen von Kindern in unterschiedlichen Einrichtungen. Diese Doublette sind schnell sichtbar. Außerdem von Vorteil: Die Planung der Platzbelegungen für kommende Jahre. Das System bildet Anmeldungen für jede Einrichtung und Betreuungsangebote aktuell und mit einer Schau auf zukünftige Jahre ab.Nach wie vor müssen sich Eltern bei den Einrichtungen melden, die dann Daten einpflegen. Technisch möglich wäre auch ein zentrales Anmeldeportal für Eltern, doch das ist nicht Gegenstand der bisherigen Anforderungen der Stadt gewesen. Dennoch: „Das System ist eine tragende Säule für die zukünftige Kita-Platzvergabe“, resümierte Rosemann.

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