Kiebitzreihe strauchelt

Nicht nur wegen des Fouls von Steven-Michel Granzow (links, Olympia Neumünster) gerät Kiebitzreihes Lasse Fötsch aus dem Tritt. RWK unterliegt 0:1.
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Nicht nur wegen des Fouls von Steven-Michel Granzow (links, Olympia Neumünster) gerät Kiebitzreihes Lasse Fötsch aus dem Tritt. RWK unterliegt 0:1.

Fußball-Verbandsliga Süd-West: Erneute Niederlage gegen Olympia Neumünster – 0:1

shz.de von
25. November 2013, 00:31 Uhr

Zwei Partien sind es noch bis zur Winterpause, darunter die gegen Tabellenführer SV Henstedt-Ulzburg. Nicht eben rosige Aussichten für Rot-Weiß Kiebitzreihe, um das Punktekonto vorm Fest zu füllen. Im Heimspiel gegen Olympia Neumünster hatte es der Verbandsligaaufsteiger jedenfalls einmal mehr versäumt, etwas Zählbares gegen den Abstieg zu tun – 0:1 (0:1). „Uns fehlt der letzte Kick“, sagte RWK-Trainer Uwe Clasen nach 90 fußballerisch wenig erbaulichen Minuten.

Genau genommen waren es fast 110 Minuten inklusive Nachspielzeit und einer Verletzungsunterbrechung. Schiedsrichter Oliver Günther hatte in der ersten Halbzeit den Ball nach einem Neumünsteraner Abwehrversuch aus vielleicht fünf Metern mit voller Wucht ins Gesicht bekommen und war minutenlang benommen gewesen. Günther konnte dann aber die Leitung der Begegnung fortsetzen.

Viel mehr tat sich aber auch nicht auf dem Rasen. Der Kiebitzreiher Spielaufbau schien mehr auf Zufälle aufgebaut, der der Gäste aus Neumünster sah ebenfalls nur in Ansätzen besser aus. Das Tor war aber auch eine Glückssache aus Olympia-Sicht: Ein abgefälschter Ball passierte die gesamte Kiebitzreiher Abwehr und ließ Murat Ocak frei zum Abschluss kommen. Doppelt ärgerlich: Aus Sicht von Clasen stand der Torschütze zudem im Abseits.

Ein Aufbäumen gegen die drohende Niederlage war bei Rot-Weiß lange nicht zu sehen. Auch nach dem Seitenwechsel nicht. Erst in den letzten 15 Minuten entwickelte der Gastgeber tatsächlich so etwas wie Druck, der auch für Gefahr sorgte. Dies scheinbar auch mit Erfolg. Nach einer Ecke landete ein Kopfball von Bastian Clasen im Netz, doch Schiedsrichter Günther pfiff wegen eines Fouls am Neumünsteraner Torhüter sehr zum Verdruss von Uwe Clasen ab. „Für mich war der klar drin. Bastian spielt den Ball und erst danach kommt es zum Kontakt“, klagte er. Minuten später verpasste Julian Hansen eine scharfe Hereingabe knapp – es wäre der glückliche, aber nicht unverdiente Ausgleich gewesen.


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