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Kinderbetreuung : Kiebitzreihe kritisiert starre Zuschüsse

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Man müsse auch die örtlichen Unterschiede beachten, heißt es bei Gemeindevertretern.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 09:18 Uhr

Kiebitzreihe | Die geplante kreisweite Einführung der Bezuschussung der Betreuung von Kindern bei Tagesmüttern stößt bei der Mehrzahl der Kiebitzreiher Gemeindevertreter auf Ablehnung. Dabei geht es in erster Linie um die vorgeschlagene starre Finanzierung.

"Wir halten es für nicht sinnvoll, eine in allen Gemeinden einheitliche Bezuschussung durch Kreis und Gemeinde einzuführen. Man muss auch die örtlichen Unterschiede beachten", sagte Jürgen Wienroth von der CDU während der Gemeinderatssitzung im Gemeindesaal. Die vom Kreis angesetzten Beträge von jeweils 1,10 Euro pro Stunde für Gemeinde, Kreis und Eltern müssten regional aufgestockt werden können, so seine Ansicht. Der Stundensatz von 3,30 Euro wird für zu niedrig erachtet. "Hier muss der Kreis noch einmal nacharbeiten", meinte auch SPD-Vertreter Niels Jurgons. Sollten die geplanten Stundensätze eingeführt werden, würde das für viele Tagesmütter eine nicht unerhebliche Verringerung des derzeitigen Einkommens und damit eine Abwertung ihrer Arbeit bedeuten, so Jurgons.

Die vom Kreis vorgeschlagene Bezuschussung wurde nach langer Diskussion mit zehn Neinstimmen abgelehnt. Zwei Gemeindevertreter enthielten sich der Stimme, drei stimmten dafür.

Eine erfreuliche Nachricht gab es in Bezug auf die Finanzen der Gemeinde. Dem vorläufigen Jahresabschluss 2012 zufolge konnte das vorausgeplante Minus von 349 000 Euro auf 209 000 Euro verringert werden. Grund hierfür sind in erster Linie Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und Minderausgaben. Nach den Berechnungen der Verwaltung hat Kiebitzreihe noch rund 750 000 Euro an liquiden Mitteln, der Schuldenstand beläuft sich auf 1,245 Millionen Euro.

Die Neufestsetzung der Elternbeiträge für den Kindergarten wurde genehmigt. Danach erhöht sich der Stundensatz ab dem 1. August dieses Jahres für über dreijährige Kinder auf 5,80 Euro, für unter Dreijährige auf 7,80 Euro. Ab dem 1. Februar nächsten Jahres wird der Betrag für die Jüngsten auf 8,60 Euro pro Stunde nochmals erhöht.

Für die Wahl zum Amt eines Schöffen wurden Heinz-Jürgen Gaude, Annegret Lehmann, Manfred Kruppa, Willi Lensing und Werner Zink, zum Amt eines Jugendschöffen Jens Wagner, Antje Bentzin und Thomas Diegner vorgeschlagen. Außerdem wurde den Änderungen des Bebauungsplanes 2 in Bezug auf die Baugrenzen sowie den Änderungen des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes 5a im Bereich des Spielplatzes am Koppeldamm - hier soll ein Wohnprojekt für Senioren und Demenzkranke errichtet werden - zugestimmt.

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