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Elmshorner Nachrichten

22. August 2017 | 03:51 Uhr

Elmshorn : Keimzelle für die neue Mitte

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Stadt sucht Zwischennutzer für das „Kranhaus“ an der Schloßstraße. Der Tag der offenen Tür zog viele Interessenten an.

Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Sportangebote oder Präsentationen: Das alles und viel mehr ist künftig im „Kranhaus“ an der Elmshorner Schloßstraße möglich. Das Industriegebäude aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts ist Teil des Komplexes Berliner Straße 18/Schloßstraße, den die Stadt kürzlich erworben hat. Jetzt sucht die Verwaltung Zwischennutzer bis Ende 2014. Während eines Tages der offenen Tür haben sich die Elmshorner ein Bild von den Räumen gemacht.

Das „Kranhaus“ ist Keimzelle für die Nutzung des gesamten Gebäudekomplexes und der angrenzenden Knechtschen Hallen. In Elmshorns „Neuer Mitte“ auf Vormstegen soll ein Areal für Kultur, Bildung und Wohnen entstehen. Die Stadt ist mit dem Plan in das Projekt „Innovationen für Innenstädte“ des Bundesbauministeriums und das Forschungsvorhaben zum Experimentellen Städtebau (ExWoSt) eingebunden.

„Wir können uns für das Kranhaus eine Menge vorstellen, Fantasie ist gefragt“, sagt Silke Faber, Chefin des Amtes für Stadtentwicklung im Rathaus. Der Backsteinbau mit Werkstattflair hat eine Fläche von 185 Quadratmetern. Der Hauptraum ist 125 Quadratmeter groß, die Nebenräume 60 Quadratmeter. Die Stadt bietet potenziellen Nutzern zwei Varianten an. Möglichkeit eins umfasst die Nutzung aller Räume. Möglichkeit zwei sieht nur die Nutzung des Hauptraumes vor.

Der Eingang zum Kranhaus befindet sich an der Schloßstraße. Im hinteren Bereich führt ein Ausgang durch das angrenzende Gebäude auf eine Freifläche (ehemals Videothek „Movie“). Dort können mobile sanitäre Anlagen aufgestellt werden.

Wichtig für zukünftige Kranhausbetreiber ist, dass die Räume nicht ausschließlich als Lager oder privat genutzt werden dürfen. Die Stadt leistet keine direkte finanzielle Unterstützung, wird aber die Räumlichkeiten soweit instand setzen, das eine Zwischennutzung möglich ist (ohne direkten Wasseranschluss). Nebenkosten müssen die Nutzer tragen. Wieviel und ob überhaupt Miete gezahlt werden muss, hängt von der Art der Nutzung ab. „Das müssen wir dann im konkreten Fall klären. Ich könnte mir vorstellen, dass nichtgewerbliche Betreiber nichts bezahlen“, sagt Silke Faber. Die Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung ist mit dem Start der Aktion sehr zufrieden. „Rund 80 Interessierte haben sich die Räume angesehen. Inwiefern die Ideen greifen, die über Ausstellungen, Veranstaltungsräume für Privatfeiern bis hin zu einem Projekthaus reichen, wird sich nach Auswertung der Bewerbungen und in Gesprächen klären“, sagt sie.

Erfreulich zu beobachten sei in jedem Fall, so Silke Faber, dass sich während des Tages der offenen Tür viele Besucher mit ihren Ideen untereinander ausgetauscht hätten. Silke Faber: „Es besteht die Hoffnung, dass sich daraus Kooperationen entwickeln könnten.“ Bis Ende des Jahres soll feststehen, wie das Kranhaus an der Schloßstraße künftig genutzt wird.




 

 

 

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erstellt am 02.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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