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Wahlkampf unter der Laterne : Kaum Vorschriften bei Wahlplakaten in Elmshorn

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Parteien dürfen selbst entscheiden, wie viele Plakate sie aufhängen. Auch die Größe ist nicht festgelegt.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2017 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Es gibt kein Entkommen. Die Köpfe, Bilder und Slogans sind im Elmshorner Stadtbild immer und überall. Der Wahlkampf für den Urnengang am 7. Mai wird vor allem unter den Laternen geführt. Kaum eine Lichtquelle ohne Plakat. „Zehn Parteien haben angemeldet, dass sie in Elmshorn plakatieren werden“, betont Christina Schötzow vom Flächenmanagement im Rathaus. Wie viele Wahlkampfplakate in der Stadt hängen? Die genaue Zahl kennt auch im Elmshorner Rathaus niemand. „Nicht alle Parteien haben angegeben in welcher Stückzahl sie Plakate aufhängen werden.“

Müssen sie auch nicht. Vorschriften von Seiten der Stadt gibt es in diesem Punkt nicht. Auch nicht in Bezug auf die Größe der Plakate. Anders als in Glückstadt. Dort hatte die Stadt eine Maximalgröße festgelegt. Nun tobt seit Tagen die Plakatschlammschlacht, weil sich nicht alle Parteien an die Größenvorgabe gehalten haben.

Verbote hat aber auch die Stadt Elmshorn ausgesprochen: An Bäumen, Ampelmasten, auf Verkehrsinseln und an Verkehrsschildern darf keine Wahlwerbung angebracht werden. „Die Verkehrssicherheit muss in jedem Fall gewährleistet sein“, betont Schötzow und die Bäume sollen geschützt werden. Daran halten sich die Parteien in Elmshorn auch. Zum Vergleich: Wer durch die Kreisstadt Pinneberg fährt, entdeckt die Wahlplakate auch an vielen Bäumen.

Die zweite Vorschrift wird da schon „großzügiger“ gehandhabt. Laut Schötzow sollen an Laternen nicht mehr als zwei Plakate angebracht werden. Das klappt nicht überall. „Wenn sich die Parteien nicht einigen können, werden wir alle Plakate abhängen“, sagt die Rathausmitarbeiterin. In der Wahl der Standorte sind die Parteien frei. Es gilt das Windhundprinzip: Wer zuerst hängt, hat gewonnen. So sind die Koalitionen unter den Lampen auch bunt gemixt. Da hängt Links über Rechts, Rot unter Grün, Schwarz unter Blau.

Hauptverkehrsstraßen, öffentliche Plätze, Supermärkte: Die besten Aufmerksamkeits-Bringer in der Stadt sind längst besetzt. Für die Großplakte im Stadtgebiet hatte die Stadt vorab in Zusammenarbeit mit der Verkehrsaufsicht Standorte festgelegt. Die Parteien mussten in diesem Punkt Anträge stellen, die von der Stadt genehmigt wurden. Geld verdient die Stadt Elmshorn mit den Plakaten nicht. Anders als beispielsweise ein Zirkus, der für seinen Auftritt wirbt, müssen die Parteien für ihre Wahlwerbung nichts bezahlen.

Bis zur Landtagswahl am 7. Mai dominieren die Plakate noch das Stadtbild in Elmshorn. Fürs Abhängen am Tag danach gibt es wohl nur eine Regel, die eingehalten werden muss. Alle Plakate müssen weg.

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