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Elmshorn : Kanalbauarbeiten während der Vollsperrung

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neuer Plan soll Kosten sparen. Herrichtung des Sanierungsgebiets Krückau/Vormstegen erleichtert. Vollsperrung wird mitgenutzt.

Elmshorn | Die Stadtentwässerung Elmshorn wird die erneute Vollsperrung der Ansgarstraße zum Anlass nehmen, weitere Kanalbauarbeiten in Angriff zu nehmen. Wie mehrfach berichtet, ist die Ansgarstraße zwischen der Thomas-Mann-Straße und der Stormstraße voll gesperrt. Die Autofahrer müssen den Bereich weiträumig umfahren, der Stadtbus wird umgeleitet. Die Kanalwerker wollen deshalb die Gelegenheit nutzen, um zeitgleich einen ersten Teilabschnitt des neuen Entwässerungskonzepts für den Stadtumbau Krückau-Vormstegen im Bereich Ansgarstraße / Bahnunterführung (Reichenstraße/Hamburger Straße, im Volksmund: Badewanne) zu realisieren.

Worum geht es genau? Das aus dem Einzugsgebiet der Ansgarstraße kommende Schmutzwasser soll zukünftig an der besagten Kreuzung abgefangen und über eine neue Abwasserleitung im Geh- und Radweg bei der Badewanne direkt zur nahegelegenen Übergabestation des Abwasserzweckverbandes (AZV) Pinneberg leiten. Dieses Pumpenhaus steht neben der Feuerwache-Süd an der Hamburger Straße und leitet das Abwasser von dort direkt zum Großklärwerk in Hetlingen an der Elbe.

Der Vorteil der Umbauaktion: Das Abwasser muss nicht mehr wie bisher den weiten Weg durch das Stadtumbaugebiet nehmen, um dann über die Pumpstation am Südufer des Hafens und letztlich weiter zur AZV-Übergabestation an der Kruck im Nordwesten der Stadt geleitet zu werden. Folglich müssen die im Sanierungsgebiet noch neu zu verlegenden Abwasserrohre und auch die Pumpen im neuen Pumpwerk am Hafen („Haus der Technik“) nicht mehr so groß dimensioniert werden. Das spart Geld.

In der jetzt vorab angeschobenen Kanalbaumaßnahme an der Badewanne sehen die Planer bei der Stadtentwässerung aber nicht nur Vorteile finanzieller Art. Auch der spätere Ablauf und die Logistik beim Kanalbau im Sanierungsgebiet werden nach Auffassung der Experten deutlich verbessert.

Der Baubeginn an der Kreuzung Ansgarstraße / „Badewanne“ ist für Anfang April vorgesehen. Es wird der Abwasserschacht in der östlichen Fahrbahnhälfte Ansgarstraße kurz vor der Ampel umgebaut und mit einer Anschlussleitung zunächst bis zum Beginn des südlichen Geh- und Radweges bei der Badewanne versehen.

Wegen der Bauarbeiten wird der Fuß- und Radverkehr in der Ansgarstraße kurz vor der Baustelle auf die gegenüberliegende Seite verlegt. Die Umleitung für die Fußgänger und Radfahrer in Höhe der Straße Schlurrehm wird ausgeschildert und etwa sieben Wochen dauern. Auch der südliche Geh- und Radweg der Bahnunterführung bleibt selbstverständlich während der Bauarbeiten gesperrt. Passanten und Radler müssen auf die andere Seite der Badewanne ausweichen.

Im weiteren Verlauf der Kanalbauarbeiten werden die Abwasserrohre im unterirdischen Vortriebsverfahren, also ohne große Erdarbeiten und einen Aufriss der Oberfläche, durch den Rad- und Gehweg der Badewanne bis fast zur Übergabestation verlegt. Die restliche 70 Meter Kanalleitung bis zu den Pumpen werden wieder in offener Bauweise im Rohrgraben verlegt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Juni beendet sein. Die Kosten für das Projekt werden mit etwa 270.000 Euro veranschlagt.

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erstellt am 27.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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