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Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 04:00 Uhr

Kanalbau sorgt für Sperrungen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bauarbeiten beginnen Mitte März / Neues Entwässerungssystem für Bereich Krückau-Vormstegen kostet vier Millionen Euro

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Nach Jahren der Planung kommt jetzt Bewegung in die Umgestaltung des Sanierungsgebiets Krückau-Vormstegen. Im Ausschuss für Kommunale Dienstleister wurde am Montagabend das Entwässerungskonzept für den Bereich vorgestellt. Bis 2020 soll die Kanalisation in dem Gebiet erneuert werden. Gut vier Millionen Euro wird dies die Stadt kosten. Los geht’s mit den ersten Arbeiten schon Mitte März. „Damit schaffen wir sozusagen die Grundlage für die Sanierung des gesamten Gebiets“, betonte Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) im Ausschuss. „Ich freue mich, dass es nun endlich sichtbar losgeht.“

Ob die Autofahrer die Freude des Bürgermeisters teilen, ist unwahrscheinlich. Denn sie haben im Innenstadtbereich in den nächsten Jahren richtig zu leiden. Wegen der Kanalbauarbeiten wird es in dem Gebiet zwischen Post, Köllnflockenwerken, Kibek-Hochhaus und Krückau in den nächsten Jahren immer wieder zu Straßensperrungen kommen. Hatje bezeichnete die Verkehrssituation als schlimm, aber alternativlos. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir die Hafenspange haben. Sie wird viel abfedern“, sagte Hatje.

Mitte März, der genaue Termin ist noch nicht bekannt, wird der Bau-Marathon starten. Beginn ist in der Reichenstraße. Vor der „Badewanne“ wird die Straße aufgerissen, um im Erdreich eine neue große Regenwasserleitung von der Ansgarstraße quer hinüber ins Osterfeld zu legen. Rund drei Wochen werden die Arbeiten dauern. In dieser Zeit stehen Richtung Autobahn nur zwei statt vier Spuren und auf der Gegenfahrbahn nur eine statt zwei zur Verfügung.

Sobald die Reichenstraße fertig ist, beginnt die bereits länger geplante Komplett-Sanierung der Ansgarstraße. Bis Ende 2015 wird die Straße samt Kanalisation vom Schlurrehm aus in drei Bauabschnitten erneuert. Eine Umleitung wird die Stadt nicht ausweisen. „Dies würde den Verkehr zu sehr bündeln. Hinweisschilder werden Autofahrer von Autobahn oder Klein Nordende kommend rechtzeitig auf die Sperrung aufmerksam machen“, erläutert Jürgen Kölln, Verkehrsexperte der Stadtverwaltung. Ausweichstrecken seien sowohl der Adenauerdamm als auch Köhnholz/Heidmühlenweg.

Dass nach der langen Phase der Planungen jetzt auf einmal alles ganz flott gehen muss, hängt vor allem mit dem Wohnprojekt Kibek-Hochhaus zusammen. Dort müssen die Voraussetzungen für den Bau zügig geschaffen werden, damit Investor Semmelhaack loslegen kann. In den ursprünglichen Planungen des Entwässerungskonzepts war dieser Bereich ganz am Ende der Bauphase vorgesehen.

Thomas Beiersdorf, Planungsingenieur bei der Stadtentwässerung Elmshorn, stellte den Kommunalpolitikern das nach der Kibek-Entwicklung unter Hochdruck überarbeitete Konzept am Montagabend vor. Er machte deutlich, dass die gesamte Umrüstung der Regen- und Schmutzwassersysteme in dem Sanierungsgebiet bis einschließlich 2020 dauern werde. In dieser Zeit komme es auch immer wieder zu Straßensperrungen in dem Bereich. Insgesamt plant die Stadtentwässerung derzeit mit Kosten von etwa 4,2 Millionen Euro. Diese Summe könnte sich für die Stadt noch verringern. Mit dem Abwasserzweckverband laufen Verhandlungen, dass dieser sich mit 500 000 Euro beteiligt. Hatje zeigte sich zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommt. Mit dem Investor Semmelhaack ist allerdings noch zu klären, wer die Kosten im Bereich des Baugebiets übernimmt. Da könnten noch einmal etwa 200 000 Euro auf die Stadt zukommen. Hatje erklärte, dass die Gesamtsumme aus dem normalen Jahresetat der Stadtentwässerung gedeckt werden soll. Eine Erhöhung sei nicht geplant. Andere Maßnahmen müssten dann verschoben werden. Das Projekt habe Priorität.

Noch zeitgleich mit der Ansgarstraße wird in 2015 der Kanalbau in der Straße Vormstegen beginnen. Vom Hafen bis zur Schlossstraße wird in der ersten Bauphase gearbeitet. Außerdem starten nächstes Jahr auch die Arbeiten im Hafenbereich auf dem Südufer. Dazu wird bis spätestens März 2015 das dortige Parkdeck abgerissen.

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