zur Navigation springen

Kameraeinsatz: Verantwortung liegt bei der Schule

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

shz.de von
erstellt am 20.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Schüler, Eltern, Lehrer: Der Ärger ist groß. „Einem Schüler wurde dreimal das Rad gestohlen“, schildert Rektorin Maren Schramm (Foto) einen der krassesten Fälle an der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule. Seitdem sich die Fahrradständer hinter der Sporthalle befinden, häufen sich die Schäden und die Diebstähle. Ein Schlüsseldienst ließ sich nicht organisieren. Eine Fahrradwache hätte die Stadt einstellen müssen. Jetzt kommt die Videoüberwachung.

„Das Thema Diebstähle und Vandalismus kam an Elternabenden immer wieder auf“, sagt Schramm. Von allen Vorfällen hatte selbst die Schulleitung keine Kenntnis. Durch den Einsatz von zwei Kameras soll die Situation nach den Sommerferien entschärft werden. „Wir wollen die Umsetzung so schnell wie möglich realisieren“, betont Schramm. Die Abstimmungen mit der Stadt als Schulträger bezüglich der benötigten Technik sowie der Finanzierung laufen. Schramm wusste, dass die Hürden für eine Videoüberwachung extrem hoch sind. „Unser Konzept wurde von der Unteren Datenschutzbehörde für gut befunden“, betont die Schulleiterin. Die Schule, nicht die Stadt, trägt die Verantwortung für den Betrieb der Videoüberwachungsanlage. Deshalb hat auch nur Schramm Zugang zu den Bildern, wenn etwas passiert ist. Die Bilder werden zunächst verpixelt und nur entpixelt, wenn von einer Straftat ausgegangen werden muss.

Das Landesdatenschutzgesetz erlaubt eine Videoüberwachung auf Fahrradstellflächen, wenn es wiederholt und in kurzen Abständen zu Beschädigungen oder Eigentumsdelikten kommt. Sich andere Maßnahmen – beispielsweise eine verbesserte Beleuchtung oder verstärkte Polizeistreifen – als wirkungslos erwiesen haben und die Täter nur in den seltensten Fällen durch die Polizei zu ermitteln sind. Nur wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann der Einsatz von Kameras als erforderlich und angemessen beurteilt werden. So sieht es der gemeinsame Erlass des Bildungsministeriums und des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz vor.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen